Melanchthonkirche

Die evangelische Melanchthonkirche, die 1923 als Notkirche in der Neckarstadt errichtet wurde, hat sich zu einem kirchenmusikalischen Zentrum in Mannheims größtem Stadtteil entwickelt. Modernität prägt den erst 1997 eingeweihten, aus drei schräggestellten Stahlrohren konstruierten Kirchturm, Zeitgenossenschaft drückt sich in dem musikalischen Programm aus, das Kirchenmusik ebenso umfasst wie weltliche Literatur. Das Publikum schätzt das facettenreiche Angebot ebenso wie die besondere räumliche Nähe von Musikern und Zuhörern.

Weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist die Melanchthon-Kantorei, die gleichermaßen klassische Kirchenmusik und Jazz-Aufführungen, Pop-Oratorien und Gospel-Messen singt. Konzertreisen führen die Kantorei ins europäische Ausland bis nach Israel. Außer Musik ist auch das gesprochene Wort auf der Bühne der Melanchthonkirche und des benachbarten Melanchthonhauses präsent: regelmäßig führt die Theatergruppe Melanthalia dort Stücke auf.

Auch die Jugend ist an der Melanchthonkirche musikalisch aktiv. Der Spatzenchor (ab 6 Jahren) sowie der Kinder- und der Popchor bringen regelmäßig Klassisches und Zeitgenössisches zur Aufführung. Mit Weihnachtsspielen und Musicals bewegen auch sie sich in einer weiten Bandbreite und erleben Musik als persönlichkeitsbildendes und gemeinschaftsstiftendes Element. Besondere Förderung erfährt die Musik an der Melanchthonkirche, deren Angebot für die gesamte Neckarstadt gilt, durch die „Kulturstiftung Neckarstadt“.

An der Melanchthonkirche wirkt seit 1981 Christiane Brasse-Nothdurft. Ihr wurde 2003 als erster Frau von der Landeskirche Baden der Ehrentitel „Kirchenmusikdirektorin“ verliehen.

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