Gehrings Kommode

Die Kommode, ein echtes Mannheimer Möbelstück

Furnier oder Massivholz? Gehrings Kommode ist ein durch und durch gewachsenes Stück Mannheim. Aus dem elterlichen Café im Stadtteil Neckarau machte Kurt Gehring 1978 einen Treffpunkt für Kulturliebende, die das mit Augen und Ohren Genossene gerne im Kreis von Freunden bei einem Glas Wein oder Bier weiter verdauen – zu einer Zeit, als es das Wort „Erlebnis-Gastronomie“ noch gar nicht gab.

Schubladen gibt es in dieser Kommode keine; die Gastspielbühne verfügt über ein weites Spektrum von Rock bis Klassik, von Travestie über Kabarett bis zu Autorenlesungen. Nicht nur kurpfälzische Größen wie Elsbeth Janda, Fritz Neidlinger, Christian Habekost, und Elly Lapp traten hier auf. Auch bundesweit bekannte Künstler kamen. Darunter Jim Kahr, Michael „Kosho“ Koschorrek, Bülent Ceylan und Martin Schneider. Der aus dem Fernsehen bekannte Kabarettist Detlev Schönauer erlebte in der Kommode seine Mannheim-Premiere und Hans-Peter Schwöbel mit dem Mannheimer Mundart-Esprit, hatte in Gehrings Kommode überhaupt die ersten Auftritte. Einmal im Monat gastiert die Hausband Fake Five mit Jazzstandards. Dann steht das „größte Wohnzimmer Deutschlands“ im Epizentrum eines mittleren Bebens. 2008 feierte die Bühne bereits 30-jähriges Jubiläum.

Galerie