Führungszeugnis

 

Polizeiliche Führungszeugnisse werden auf Antrag für Personen ab 14 Jahren ausgestellt und geben Auskunft darüber, ob die im Zeugnis bezeichnete Person vorbestraft ist, oder nicht.

Es gibt zwei Arten von Führungszeugnissen:

  • Das Privatführungszeugnis (N) für private Zwecke
  • Das Behördenführungszeugnis (O) zur Vorlage bei einer deutschen Behörde

Besonderheit „Erweitertes Führungszeugnis“:

Für Personen, die im jugendnahen Bereich tätig sind oder sein werden, ist eine umfangreiche Prüfung der persönlichen Eignung auf der Grundlage des Paragrafen 30a BZRG erforderlich. Aus diesem Grund muss für solche Zwecke ein erweitertes Führungszeugnis beantragt werden.

Das erweiterte Führungszeugnis gibt es als Privatführungszeugnis oder Behördenführungszeugnis.

Wie kann ein Führungszeugnis beantragt werden?

Bei der Antragstellung muss angegeben werden, ob ein Privatführungszeugnis oder ein Behördenführungszeugnis benötigt wird.

Das Privatführungszeugnis wird per Post vom Bundesamt für Justiz direkt an die antragstellende Person geschickt.

Das Behördenführungszeugnis wird vom Bundesamt für Justiz direkt an die Behörde geschickt. Daher muss die Anschrift der Behörde und auch das Aktenzeichen bei der Antragstellung angegeben werden. Bei Behördenführungszeugnissen können Sie zudem beantragen, das Führungszeugnis vorher persönlich beim Amtsgericht einzusehen. Es wird nach der Einsichtnahme an die anfordernde Behörde weitergeleitet.

Das Führungszeugnis geht der antragstellenden Person bzw. der Behörde in 1 – 2 Wochen zu, bei EU-Bürgerinnen und Bürgern in 4 - 5 Wochen zu.

Personen, die im Bundesgebiet wohnen, müssen den Antrag bei der Meldebehörde ihres Wohnortes stellen. Personen, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, stellen den Antrag direkt beim Bundesamt für Justiz.

Gebühren

13 Euro bein Antragstellung.

Unter bestimmten Voraussetzungen - wie z.B. bei Sozialhilfebezug oder  zur Vorlage für eine ehrenamtliche Tätigkeit - kann das Führungszeugnis gebührenfrei beantragt werden.

Unterlagen

  • Bei allen Führungszeugnissen: gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Beim erweiterten Führungszeugnis zusätzlich: Schriftliche Aufforderung des Arbeitgebers bzw. des Einrichtungsträgers, ein erweitertes Führungszeugnis zu beantragen.