Beschäftigung

Allgemeines

Die im Aufenthaltstitel verfügten Auflagen ersetzen künftig die Arbeitserlaubnis. Das bedeutet, dass eine zusätzliche Vorsprache bei der Arbeitsagentur nicht mehr notwendig ist. Ein Aufenthaltstitel, der eine Erwerbstätigkeit ermöglichen soll, kann nur beantragt werden, wenn ein entsprechendes Arbeitsplatzangebot bereits vorliegt. Alle Unterlagen zum Arbeitsverhältnis können bei der Ausländerbehörde abgegeben werden. Diese prüft, ob die beabsichtigte Erwerbstätigkeit mit der entsprechenden Auflage zur Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden kann. In einigen Fällen liegt die Entscheidungsbefugnis hierfür bei ihr. In vielen Fällen ist aber eine Zustimmung durch die Arbeitsagentur hierfür erforderlich. Wird diese Zustimmung verweigert, ist es der Ausländerbehörde nicht möglich, die Aufenthaltsgenehmigung mit der erforderlichen Auflage zu versehen

Zustimmung der Arbeitsagentur

Ist eine Zustimmung der Arbeitsagentur für die Ermöglichung einer bestimmten Beschäftigung erforderlich, sind folgende Unterlagen abzugeben:

Die Ausländerbehörde leitet die Unterlagen unverzüglich der zuständigen Agentur für Arbeit zu. Diese prüft, ob gegebenenfalls bevorrechtigte Arbeitssuchende vorhanden sind. Aus diesem Grund kann die Prüfungsdauer mehrere Wochen betragen. Sobald die Antwort der Arbeitsagentur vorliegt meldet sich die Ausländerbehörde beim Antragsteller. Es wird daher gebeten während des Verfahrens von Sachstandsanfragen abzusehen. Weitere Informationen über das Zustimmungsverfahren erhalten Sie bei der Agentur für Arbeit oder mit diesem Merkblatt. 

Zustimmungsfreie Beschäftigung

In den folgenden Fällen ist der Zugang zum Arbeitsmarkt generell ohne das Zustimmungsverfahren möglich. In allen übrigen Fällen kann ein Zustimmungsverfahren erforderlich sein. Es wird deshalb empfohlen bereits bei Antragstellung die genannten Unterlagen bereit zu halten.

  • Niederlassungserlaubnis allgemeiner Art.

  • Aufenthaltserlaubnis zu Studienzwecken ermöglicht eine Beschäftigung bis zu 120 Tage oder 240 halbe Tage im Jahr sowie zur Ausübung studentischer Nebentätigkeiten an einer Hochschule oder an einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung ohne zeitliche Einschränkung. Die Tätigkeiten dürfen jedoch den Zweck „Studium“ nicht gefährden.

  • Aufenthaltserlaubnis nach Aufnahme aus dem Ausland.

  • Aufenthaltserlaubnis nach unanfechtbarer Anerkennung als Asylberechtigter oder nach Anerkennung als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention.

  • Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Familiennachzugs zu deutschen Staatsangehörigen.

  • Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Familiennachzugs zu Ausländern, soweit diese selbst uneingeschränkt aufgrund einer Niederlassungserlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt sind.

  • Aufenthaltserlaubnis auf Grund eigenständigen Aufenthaltsrechts des Ehegatten.

  • Aufenthaltserlaubnis im Rahmen des Rechts auf Wiederkehr.

  • Aufenthaltserlaubnis für ehemalige Deutsche.

  • Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche

Ausländerbehörde
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