Beglaubigungen von Abschriften und Ablichtungen

Die Bürgerdienste können Schriftstücke amtlich beglaubigen, die von einer Behörde ausgestellt wurden oder deren Abschrift zur Vorlage bei einer Behörde benötigt wird. Dazu sind das Originaldokument sowie die entsprechende Anzahl von Kopien vorzulegen.

Nicht beglaubigt werden dürfen Abschriften von Schriftstücken, wenn die Erteilung beglaubigter Abschriften ausschließlich anderen Behörden vorbehalten ist.

Dies sind insbesondere für

  • Auszüge aus dem Vereinsregister - > zuständig ist das Amtsgericht / Vereinsregister
  • Erbschaftsangelegenheiten > zuständig sind Notare
  • Grundstücksangelegenheiten > zuständig ist das Grundbuchamt
  • Personenstandsurkunden, die im Bundesgebiet ausgestellt wurden - > zuständig ist das jeweils zuständige Standesamt des Ausstellungsortes
  • Fremdsprachige Texte, außer es liegen dazu eine Übersetzung eines vereidigten Übersetzers vor
  • Auszüge aus dem Handelregister oder Vereinsregister > zuständig sind die Amtsgerichte
  • Auszüge aus dem Liegenschaftskataster > zuständig ist das Katasteramt
  • Bei Gesellschaftsverträgen von Aktiengesellschaften und GmbH > zuständig sind Notare
  • Private Unterlagen für private Zwecke z.B. Abtretungserklärungen für Banken > zuständig sind Notare

Nicht möglich sind amtliche Beglaubigungen von Schriftstücken, die privat verwendet werden sollen. Hier kommt nur die Beglaubigung durch einen Notar in Frage.

Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen

Die Bürgerdienste sind zuständig für die Beglaubigung von Unterschriften, wenn das unterzeichnete Schriftstück zur Vorlage bei einer deutschen Behörde oder bei einer sonstigen Stelle, der es aufgrund einer Rechtsvorschrift vorzulegen ist, benötigt wird.Unterschriften und Handzeichen dürfen nur beglaubigt werden, wenn sie in Gegenwart der beglaubigenden Person vollzogen und anerkannt werden und die Identität durch Vorlage eines Reisepasses oder Personalausweises nachgewiesen wird.

Nicht beglaubigt werden dürfen Abschriften und Unterschriften, die der öffentlichen Beglaubigung bedürfen.

Hierzu gehören Beglaubigungen von

  • Verträgen
  • Grundstücksangelegenheiten
  • Vereins- und Handelsregistersachen
  • Erklärungen auf dem Gebiet des Familien- und Erbrechts sowie
  • weitere Dokumente gem. § 129 BGB.

Unterschriften ohne zugehörigen Text (Blanko-Unterschrift) oder Unterschriften unter Schriftstücke in einer fremden Sprache werden nicht beglaubigt.

Gebühren

Beglaubigung von Schriftstücken
Die Gebühr beträgt pro beglaubigte Seite 2,00 € (DIN A4) bzw. 3,00 € (DIN A3).
Werden mehrere Kopien des gleichen Vorgangs beglaubigt, wird die Hälfte der Gebühr erhoben.

Beglaubigung von ausländischen Dokumenten
Bei der Beglaubigung von ausländischen Dokumenten kostet jeweils die erste Seite 3,-- Euro, jede weitere Seite 1,50 Euro

Unterschriftsbeglaubigung
Die Gebühr für eine Unterschriftsbeglaubigung beträgt 3,00 €.
Für jede weitere Beglaubigung derselben Unterschrift wird 1,50 € erhoben.

Beglaubigungen zur Vorlage bei einem Sozialversicherungsträger sind gebührenfrei.

Wir empfehlen die Terminreservierung vorab:

  • online oder
  • telefonisch unter 115

Eine Übersicht über alle Bürgerdienststellen finden Sie hier.