Firmen-Profile
Mannheim ist traditioneller Standort des produzierenden Gewerbes. Multinationale Konzerne wie ABB, Alstom Power, Daimler AG, Roche Diagnostics, John Deere, Lever Fabergé, SCA Hygiene und Siemens sind sichere Standbeine der Mannheimer Großindustrie.
Investitionen fließen weiter
In Krisenzeiten lässt in der Regel die Investitionslust der Unternehmer nach. Zahlreiche Mannheimer Unternehmen stehen jedoch trotz dunkler Wolken am Wirtschaftshimmel zu ihrem Standort.
Nehmen wir das Grosskraftwerk Mannheim (GKM), das eines der effizientesten Steinkohlekraftwerke Europas betreibt. Es erzeugt Strom für rund 1,5 Millionen Menschen, Gewerbe und Industrie sowie Fernwärme für rund 110.000 Haushalte, produziert außerdem 10 Prozent des Strombedarfs der Deutschen Bahn. Ein großer „Kraftprotz“, der sich mit seiner installierten Leistung von 1.675 MW schon von weitem mächtig aus der Landschaft heraushebt. Jetzt wird auf dem Werksgelände in Mannheim-Neckarau für 1,2 Milliarden Euro ein neuer Kraftwerksblock gebaut, er soll zwei alte Energieanlagen ersetzen.
Ein herausragender Investor in Mannheim ist seit Jahren der schweizerische Roche-Konzern, der hier an seinem wichtigsten Diagnostika-Standort rund 7.400 Menschen beschäftigt. Im Jahr 2008 kündigte die Baseler Konzernzentrale an, sie wolle am Standort Deutschland bis 2010/ 2011 insgesamt 500 Millionen Euro investieren. Von dieser Summe sollen 200 Millionen Euro auf Mannheim entfallen. Derzeit werden bei Roche in Mannheim vier Bauprojekte durchgezogen. So entsteht eine neues Pharma-Produktionsgebäude für 73 Millionen Euro, ein Lager und Abwicklungszentrum für 58 Millionen Euro, ein modernes Bürogebäude für 31 Millionen Euro sowie ein Komplex für die Immundiagnostik-Produktion, der Investitionen von 54 Millionen Euro erfordert. Alle diese Vorhaben machen deutlich: Roche setzt in hohem Maße auf den Standort Mannheim.
Die Logistik spielt bei Roche in Mannheim eine große Rolle, das gleiche gilt auch für den französischen Alstom-Konzern, der vor Jahren in der Quadratestadt von ABB den Kraftwerksbau übernahm. Heute fertigen die 2.000 Beschäftigten vor allem Turbinen. Um dies noch effizienter machen zu können, ist jetzt für drei Millionen Euro ein neues Logistikzentrum errichtet worden.
Auch die Siemens Niederlassung Mannheim investierte 12 Millionen Euro in ihren Standort, EvoBus 9,3 Millionen Euro in einen neuen Gebäudekomplex. Siemens, EvoBus, Grosskraftwerk Mannheim, Roche, Alstom und Rhein Chemie – sechs Beispiele dafür, dass Mannheim gerade auch aus dem Blickwinkel großer Konzerne nach wie vor ein attraktiver Investitionsstandort ist. Die derzeitige Wirtschaftskrise hat daran nichts geändert.
Im Folgenden finden Sie Firmenprofile wichtiger Mannheimer Unternehmen.
Kennwerte der Mannheimer Industrie (2010)
- 74 Industrieunternehmen mit mehr als 20 Mitarbeiter
- 14,35 Mrd. Euro Industrieumsatz
- 8,55 Mrd. Euro Auslandsumsatz
- Exportquote 59,5 %




