Shredder-Halde in Rheinau wird geräumt
Die Shredder-Halde in Mannheim-Rheinau wird geräumt. „Die circa 28.000 Tonnen Shredder-Abfälle können jetzt nach über 20 Jahren ordnungsgemäß entsorgt werden“, sagte Josef Krah, Leiter des Fachbereichs Baurecht und Umweltschutz. Die Firma Wetzel hatte das Grundstück mit der Shredder-Halde im vergangenen Jahr von der Stadt erworben. Die Räumung wird voraussichtlich ein Jahr dauern.
Die Abfälle werden nach entsprechender Vorbehandlung über die Firma Remex-CONMIN entsorgt. PCB-belastetetes Material wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in hierfür zugelassene Abfallverbrennungsanlagen gebracht. Geringer belastete Materialien können oberirdisch oder unter Tage deponiert werden. „Die aus den Abfällen gewonnenen werthaltigen Materialien, wie Eisen- und Nichteisenschrotte, werden Stahlwerken, Gießereien und Metallhütten zugeführt“, erklärte Dr. Uwe Görisch, vom Ingenieurbüro Dr.-Ing. Uwe Görisch GmbH. „Die sonstigen Abfälle werden in Abhängigkeit von ihrer Zusammensetzung zugelassenen Anlagen innerhalb Deutschlands zugeführt. Solche Anlagen sind beispielsweise Sonderabfallverbrennungsanlagen, Sonderabfalldeponien und Deponien der verschiedenen Deponieklassen“, so Görisch weiter.
Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind giftige und krebsauslösende chemische Chlorverbindungen, die bis in die 1980er Jahre vor allem in Transformatoren, elektrischen Kondensatoren, in Hydraulikanlagen als Hydraulikflüssigkeit, sowie als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen, Isoliermitteln und Kunststoffen verwendet wurden. Die damals anfallenden geshredderten Altautos enthielten im Gegensatz zu heutigem Standard PCB-haltige Öle. Zur ordnungsgemäßen Entsorgung dieses alten Materials sind weitergehende Anforderungen nötig.













