Politik & Verwaltung22.09.2012

„Ohne die Guten wäre ich heute nicht hier!“

Er gehört zu den wenigen Mannheimer Juden, die den Nationalsozialismus in Mannheim überlebt haben: Walter Wassermann. Wassermann wurde jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz vor. In seiner Rede dankte Kurz auch im Namen des Mannheimer Gemeinderats Walter Wassermann für seine Verdienste: „Das Bekenntnis zur Heimat Mannheim ist nach ihren Kriegserfahrungen keinesfalls selbstverständlich gewesen“.

„Ohne die Guten wäre ich heute nicht hier.“ Das ist das Motto Walter Wassermanns. Als junger Mann musste er in verschiedenen Mannheimer Betrieben zwangsarbeiten. So zum Beispiel in der sogenannten „Lumpezwick“ und in mehreren Baufirmen. Im Februar 1945 mit 21 Jahren wurde Wassermann dann nach Theresienstadt deportiert. Von dort kehrte er mit einer kleinen Gruppe zu Fuß nach Mannheim zurück. Viele von seinen Leidensgenossen emigrierten nach dem Krieg, Wassermann blieb dagegen in Mannheim. Auf die Frage nach dem Warum, antwortete er stets: „Ich bin einfach Mannheimer.“

Walter Wassermann hat erst in den letzten Jahren begonnen, über seine Kriegserlebnisse zu sprechen. Heute spricht er regelmäßig in öffentlichen Veranstaltungen und in Schulen über sein Leben.



22.09.2012

Bundesverdienstkreuz für Walter Wassermann





22.09.2012

Bundesverdienstkreuz für Walter Wassermann





22.09.2012

Bundesverdienstkreuz für Walter Wassermann



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