Mitglieder des Europäischen Parlaments zu Gast in Mannheim
Am 23. und 24. Juni 2010 ist eine Delegation des Europäischen Parlaments zu Gast in Mannheim, um sich über die erfolgreiche Umsetzung der EU-Strukturförderung zu informieren. Die acht Abgeordneten gehören dem Regionalausschuss des Parlaments an, der für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zuständig ist.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz empfing die Delegation unter Leitung des polnischen Europaabgeordneten Jan Olbrycht am 23. Juni im Rittersaal des Mannheimer Schlosses. „Mit Hilfe der Ziel-2 und RWB-Fördermittel der Europäischen Union ist es uns in Mannheim gelungen, europaweit beachtete Leuchtturmprojekte wie die Popakademie, den Musikpark, das MAFINEX-Technologiezentrum sowie das Deutsch-Türkische Wirtschaftszentrum und das Gründerinnenzentrum zu realisieren“, so Dr. Kurz. Erster Bürgermeister Christian Specht ergänzt: „Dass die Mitglieder des Regionalausschusses 2010 neben Mannheim nur noch Paris besucht haben, zeigt die erfolgreiche Arbeit des Europabüros der Stadt Mannheim. Dank unserer europapolitischen Aktivitäten konnten in den letzten Jahren rund 27 Mio Euro EU-Fördergelder in Mannheim investiert werden.“ „Die EU-Strukturförderung bietet eine große Chance, in Mannheim wichtige Projekte für eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandortes umzusetzen. Sie trägt wesentlich dazu bei, eine Vielzahl an Arbeitsplätzen zu sichern und zu generieren“, erläutert Bürgermeister Michael Grötsch die wirtschaftliche Tragweite der Förderung. Auch 145 private Unternehmen haben in Mannheim von der Ziel-2-Förderung profitiert.
An dem Auftaktgespräch nahmen auch Vertreter des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz sowie des Wirtschaftsministeriums teil. Dr. Hans Freudenberg, Ministerialdirektor im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg erläuterte: „In der Förderperiode 2007 bis 2013 werden die vier Oberzentren Heilbronn, Mannheim, Pforzheim und Villingen-Schwenningen gefördert. Das Wirtschaftsministerium baut gezielt auf den Erfahrungen der Stadt Mannheim auf, die als einzige Großstadt Baden-Württembergs schon seit dem Jahr 2000 EU-Strukturmittel erhält.“ Der zuständige Abteilungsleiter im Ministerium für LändlichenRaum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, das zugleich Verwaltungsbehörde für die EU-Mittel ist, Helmut Alker, fügte hinzu: „Es ist für Baden-Württemberg wichtig, an der Entwicklung der Europäischen Regionalpolitik beteiligt zu sein. Dies kann nur durch eine aktive Partnerschaft im EFRE geschehen. Baden-Württemberg errichtet mit der EU-Strukturförderung Leuchttürme. Diese Leuchttürme stehen in städtischen Regionen, wie Sie heute sehen werden, und gleichermaßen im ländlichen Raum.“
Der Mannheimer Europaabgeordnete Peter Simon, früher Leiter des Europabüros der Stadt Mannheim, hatte sich im Vorfeld dafür eingesetzt, dass die Delegationsreise nach Mannheim und in die Europäische Metropolregion Rhein-Neckar führen wird. Die Abgeordneten werden in den zwei Tagen nicht nur Gelegenheit haben, sich über alle EU-geförderten Infrastrukturprojekte in Mannheim zu informieren, sondern werden auch das Quartiermanagement im Stadtteil Jungbusch kennen lernen und die Yavuz Sultan Selim Moschee besuchen.
Hintergrundinformation:
Mannheim erhält in der laufenden Periode 2007 bis 2013 rund 12,4 Mio Euro EU-Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Ziels „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung (RWB)“. Zuvor ist Mannheim bereits im Rahmen der so genannten Ziel-2 und URBAN-II Förderung der Europäischen Union unterstützt worden. Gefördert wurden bzw. werden: Musikpark, Popakademie, Gründerinnenzentrum, Deutsch-Türkisches Wirtschaftszentrum, MAFINEX-Technologiezentrum und Mannheim 21. Des Weiteren erhält die Stadt Mannheim im Rahmen des transnationalen EU-Projekts Korridorentwicklung Genua-Rotteram (CODE24) Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Ziel „Europäische Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG IVB)“.




