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Bildung & Wissenschaft07.09.2010

Mannheimer Mathematiker erhält Heisenberg-Stipendium

Im Forschungsgebiet von Dr. Christian Sevenheck – der Geometrie von singulären Räumen – sind noch viele Fragen offen. Damit er seine Forschungen weiter forcieren kann, wurde der Mannheimer Mathematiker nun mit dem Heisenberg-Stipendium ausgezeichnet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stärkt mit diesem Stipendium herausragende Wissenschaftler auf ihrem Weg in eine wissenschaftliche Karriere.

Dr. Christian Sevenheck beschäftigt sich mit der Geometrie von so genannten singulären Räumen. Das sind geometrische Objekte, bei denen sich einzelne Punkte, eben die Singularitäten, wesentlich anders verhalten als ihre Umgebung. Schon für einfache Objekte, wie etwa Kurven in der zweidimensionalen Ebene, gibt es viele interessante und zum Teil ungelöste Fragen.
Eine besondere Rolle spielen hierbei auch die Einflüsse und Ideen der theoretischen Physik, insbesondere der Stringtheorie. Die Theorie also, die eine einheitliche Erklärung für die Grundkräfte der Physik liefern soll.

Auf den Spuren von Hodge-Theorie und Spiegelsymmetrie

Im vergangenen Jahr habilitierte sich Dr. Christian Sevenheck am Lehrstuhl für Mathematik VI der Universität Mannheim. Zuvor studierte er in Düsseldorf Mathematik mit Nebenfach Physik, absolvierte dabei in Frankreich einen Auslandsaufenthalt. Nach seiner Promotion in Mainz arbeitete er ein Jahr als Postdoktorand an der Ecole Normale Superieure in Paris.
Das Heisenberg-Stipendium der DFG wird zunächst für drei Jahre bewilligt und beträgt maximal fünf Jahre.
Während der Zeit wird sich Dr. Christian Sevenheck an der Mannheimer Uni insbesondere mit Fragen der Hodge-Theorie befassen und mit nicht-isolierten Singularitäten. Im Fokus stehen ebenfalls verschiedene Aspekten der so genannten Spiegelsymmetrie – ein Phänomen, das in vielen Bereichen der reinen Mathematik und der theoretischen Physik seit 20 Jahren intensiv erforscht wird.

Stipendium benannt nach Werner Heisenberg

Benannt ist das Stipendium nach dem deutschen Physiker Werner Heisenberg. Heisenberg war einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts und erhielt 1932 den Nobelpreis für Physik.
Heisenberg formulierte 1927 die nach ihm benannte Unschärferelation und machte damit eine der fundamentalen Aussagen der Quantenmechanik. Sie besagt, dass bestimmte Messgrößen eines Teilchens nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden können.
 

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