Politik & Verwaltung26.10.2012

"Mannheim ist ein Leuchtturm im Land"

Nicht immer zeigt sich die Förderpolitik der Europäischen Union im Alltag so stimmig wie in Mannheim. Das sagte der baden-württembergische Europaminister, Peter Friedrich, bei einem Besuch in der Stadt. Um ihre regionale Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungslage weiterzuentwickeln, hat die Stadt für die Periode von 2007 bis 2013 insgesamt 13 Millionen Euro von der EU als Strukturförderung erhalten. Das sind etwa zehn Prozent der gesamten EU-Förderung für diesen Zeitraum in Baden-Württemberg.

Bei seinem Besuch in Mannheim hat sich der Europaminister über verschiedene Projekte und Institutionen informiert, die im Zuge der EU-Strukturförderung in den vergangenen Jahren aufgebaut beziehungsweise ausgebaut wurden. "Mannheim ist ein Leuchtturm im Land und gilt als Vorreiter für eine in sich abgestimmte Förderpolitik", betonte der Minister. Das Ziel der EU-Förderung, nämlich dass ein Mehrwert für die Stadtgesellschaft insgesamt entsteht, sei in Mannheim besonders gut umgesetzt, sagte Friedrich, der zuvor mit Oberbürgermeister Dr, Peter Kurz bei einem Arbeitsgespräch zusammengekommen war. Bei den Gesprächen ging es auch um die Zukunft der EU-Strukturförderung, die von 2014 bis 2020 in eine neue Periode tritt.

"Mit Hilfe von Fördermitteln der Europäischen Union ist es Mannheim gelungen, in weiten Teilen des Stadtgebietes die Wirtschaftsstruktur nachhaltig zu verbessern", sagte Rathauschef Kurz und bedankte sich bei dem Europaminister für den Besuch. Dieser habe sich sehr für die großen Themen der Stadt - Konversion, Bundesgartenschau und europäische Kulturhauptstadt - interessiert. Auch die Förderungsmöglichkeiten von Integrationsprogrammen seien mit Blick auf den Zustrom osteuropäischer Einwanderer erörtert worden, sagte der OB. "Wir fühlen uns in Stuttgart verstanden", sagte er.

Der Minister besuchte die Popakademie, die - wie auch der Stadtteil Jungbusch - neben der Finanzierung unter anderem durch Land und Stadt auch von der EU-Förderung profitiert. Auch die weltweit modernste 14C Anlage für die Altersbestimmung wurde von Wilfried Rosendahl, dem stellvertretenden Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen präsentiert. Das Gründerinnenzentrum gig7 stand ebenfalls auf der Besuchsliste des Ministers.

Denn aufgrund der Förderung durch die EU, konnten die Angebote zur Unterstützung von Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen ausgeweitet werden. Nach Angaben der Frauenbeauftragten, Ilse Thomas, nehmen etwa 600 Frauen im Jahr an den Seminaren und Beratungen des Gründerinnenzentrums teil. 60 Prozent von ihnen machen sich Ilse Thomas zufolge tatsächlich selbstständig. 95 Prozent von ihnen seien nach drei Jahren noch immer aktiv als Unternehmerinnen. Das spreche für den Erfolg der EU-Förderung.



26.10.2012

Europaminister Friedrich zu Besuch in Mannheim





26.10.2012

Europaminister Friedrich zu Besuch in Mannheim





26.10.2012

Europaminister Friedrich zu Besuch in Mannheim



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