Kurfürstensuite erlebt eine Renaissance
„Es ist ein Verweis auf die große Tradition von Stadt und Region“ – Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz freute sich über die Wiederauflage der „Kurpfälzischen Medaillensuite“ aus dem Jahr 1758. Mit Medaillensätzen in Gold, Silber oder Bronze bedachte Kurfürst Karl Theodor vor 250 Jahren seine Gäste. Die Suiten mit 30 Münzen waren zugleich Ahnengalerie des Hauses Wittelsbach vom Pfalzgrafen Ludwig I. (1214 – 1228) bis hin zu Karl Theodor (1742 – 1799).
Initiiert wurde die Wiederauflage vom Geschäftsführer des Städtischen Leihamtes Jürgen Rackwitz und Dr. Ulrich Nieß, Leiter des Stadtarchivs. „Ich habe nach einer Idee gesucht, wie wir unser eingeschmolzenes Edelmetall sinnvoll verwenden können“, erklärte Rackwitz und Historiker Nieß hatte den zündenden Gedanken: „Mir kam ein echter Schatz aus der Karl-Theodor-Zeit in den Sinn, der leider kaum noch bekannt ist.“ – die Kurpfälzischen Medaillensuite. Die Idee der Nachprägung war geboren. „Zumal kein einziger kompletter historischer Satz Goldmünzen mehr erhalten ist. Heidelberg und Mannheim haben lediglich Sätze in Bronze und im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe gibt es einen Satz mit Silbermünzen.
Oberbürgermeister Kurz und der zuständige Bürgermeister Michael Grötsch waren begeistert. Zumal der Erlös für die aufwändig gestalteten jeweils 30 Nachprägungen in Gold und Silber in handgearbeiteten Kassetten aus Edelholz an das Aktionsbündnis „Alte Sternwarte“ geht, der sie für die Sanierung des historischen Gebäudes verwendet. Genau das richtige, befand Kurz: „Medaillensuite und Sternwarte wurden im 18. Jahrhundert beide von Karl Theodor in Auftrag gegeben.“ Außerdem sei die Medaillensuite noch ein hervorragender Beitrag Mannheims zum Wittelsbacher Jahr 2013, erklärte Johann Wagner, als Leiter des Stadtmarketing Mannheim dritter Projektpartner. „Damit wird Geschichte greifbar gemacht“, befand Bürgermeister Grötsch. Gemeinsam mit Helen Heberer vom Aktionsbündnis „Alte Sternwarte“ hoffen sie auf zahlreiche Münzbegeisterte Kurpfalzfreunde, die sich eine der streng limitierten 100 Suiten in Feinsilber, neun Sätzen Goldmünzen und einem einzigen Satz in Feingold, der bis zum 1. Dezember 2012 versteigert werden soll.
Die Medaillensuiten haben zugleich künstlerischen, historischen und materiellen Wert, warb Oberbürgermeister Dr. Kurz. Und die Information wird von einem ausgearbeiteten Booklet mitgeliefert. „Wir rechnen als Erlös mit einem sechsstelligen Betrag für die Sternwarte“, sagte Nieß.
Die bis zum 31. Dezember 2012 garantierten Preise betragen: Je Silbersuite 4200 Euro, je Goldsuite 45.000 Euro. Die Bestellung erfolgt im Internet unter www.medaillensuite.de










