Kühner informiert sich über NKHR
Die Einführung des Neuen Kommunalen Haushaltsrechts in Mannheim ist weitgehend abgeschlossen. Dr. Rudolf Kühner, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Karlsruhe, informierte sich in der Stadtkämmerei über das städtische Großprojekt.
„Mannheim ist die größte Stadt im Regierungspräsidium Karlsruhe, die ihren Haushalt auf die neue doppische Rechnungslegung umgestellt hat“, berichtete Erster Bürgermeister und Kämmerer Christian Specht. „Dabei haben die Mitarbeiter der Kämmerei und anderer städtischer Fachbereiche rund 78 000 Stunden in die Umstellung investiert.“ Besonders beeindruckend sei, dass die Kämmerei-Mitarbeiter über 2 300 städtische Angestellte in Eigenregie für das neue Rechnungswesen geschult hätten, so Specht weiter.
Regierungspräsident Kühner lobte, dass der Mannheimer Haushalt trotz der Umstellung erstmals vor Beginn des Haushaltsjahrs zur Genehmigung eingereicht wurde. Der Doppelhaushalt 2012/2013 war schon am 2. Januar 2012 vom Regierungspräsidium bestätigt worden. Kühner kritisierte allerdings auch die Landesregierung: „Wenn die Kommunen, wie jetzt vorgesehen, ein Wahlrecht zwischen der alten Kameralistik und der neuen Doppik haben, sind die Haushalte in Zukunft nicht mehr vergleichbar“, so Kühner. „Wir würden eine zum Beispiel um zwei Jahre verlängerte Übergangsfrist für die Umstellung bevorzugen.“
Auch Specht und sein Kämmerei-Leiter Markus Manhart sehen Vorteile im neuen doppischen Rechnungswesen: Durch die Integration der strategischen Ziele in den neuen Haushaltsprozess könne die Steuerung der städtischen Aktivitäten verbessert werden. Gleichzeitig steige mit der Berücksichtigung von Abschreibungen und Rückstellungen die Transparenz über das städtische Vermögen und die Generationengerechtigkeit.
Gleichzeitig mit der Einführung des neuen Rechnungswesens hat die Kämmerei Verbesserungen an den Abläufen und Systemen vorgenommen. „Zum Beispiel haben wir jetzt statt der bisher 600 000 Menschen und Institutionen, die Gelder von der Stadt zu bekommen haben oder ihr Geld schulden, nur noch rund 140 000 so genannte Einheitsgeschäftspartner im System. Damit können wir schneller auf Anfragen reagieren und Buchungen besser zuordnen“, berichtete Manhart.
Mehr als vier Millionen Buchungen pro Jahr führen die Mitarbeiter der Kämmerei aus. In den letzten drei Wochen, in denen die Systeme umgestellt wurden, ist einiges davon liegen geblieben. „Diese Buchungen von Ende Dezember bis Anfang Januar werden wir jetzt schnellstmöglich nachholen“, betonte Manhart. Außerdem stünden Feinarbeiten und die laufende Pflege und Anpassung der Systeme auf dem Programm: „Uns geht die Arbeit sicher nicht aus..“










