Empfang zum Fastenbrechen
Am Sonntag, 5. September, lud die Stadt Mannheim erstmals zu einem gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan ein. Feierlicher Anlass: Sowohl die Yavuz Sultan Selim Moschee als auch das Mannheimer Institut für Integration und interreligiösen Dialog feiern ihr 15jähriges Bestehen.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz wollte mit dieser Einladung ein „besonderes Signal setzen. Als Dank und Anerkennung für Ihr Engagement und die gesellschaftliche Leistung in den vergangenen 15 Jahren.“ Dafür hatte er sich einen besonderen Tag ausgesucht, denn auf den 5. September fällt 2010 die „Nacht der Bestimmung“, in der an die Offenbarung der ersten Sure des Koran erinnert wird. Sie zählt gemeinsam mit dem Fest des Fastenbrechens an den ersten drei Tagen nach dem Ramadan zu den großen Festen während der Fastenzeit.
Schon traditionell laden die muslimischen Gemeinden die Stadtgesellschaft zum Fastenbrechen ein; an diesem Sonntag war es umgekehrt. „Mit den Einladungen werden Orte des Austauschs und der Begegnung geschaffen“, so der Oberbürgermeister. Der Dialog sei die Grundvorraussetzung für die wirtschaftliche und soziale Integration. „Der Ramadan steht in der Tradition des Mitfühlens, des Anteilnehmens, des Teilens und Begegnens – diese Tradition passt zu unserer Gesellschaft, die Vielfalt als Herausforderung und als Chance begreift.“
In Mannheim sei man auf einem sehr guten Weg. Das Konzept der „offenen Moschee“ sei ein außerordentlich erfolgreiches Modell. Zunehmend stehe auch die wachsende Bildungsorientierung im Fokus, und Mannheimer Migranten verzeichneten einen erheblichen wirtschaftlichen Erfolg. „Vielfalt tut gut“ sei das Motto, an dem es gemeinsam zu arbeiten gelte. „Lassen Sie uns gemeinsam diese Stadt gestalten“, schloss der Oberbürgermeister, „den sie ist auch Ihre Gegenwart und Zukunft.“





