Bei der Kindertagespflege die Nase vorn
In Mannheim ist die erste Kindertagespflegeeinrichtung mit Tagesmüttern in Festanstellung eröffnet worden. Im Luisenring 34 sind dadurch zwölf Betreuungsplätze für Kinder im Platzsharing in der Kindertagespflege entstanden.
Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb freute sich: „Mit der Einrichtung der ‚Kleine Wunder‘ gGmbH hat die mamaco Facility Services GmbH gleich zwei innovative Möglichkeiten der Kinderbetreuung genutzt: Zum einen die Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen und gleichzeitig die Festanstellung von Tageseltern.“ Bei der Tagespflege in anderen geeigneten Räumlichkeiten betreuen mindestens zwei Tagesmütter maximal zwölf Kinder in gemeindeeigenen Räumen, im Betrieb oder in firmennahen angemieteten Wohnungen. Diese Form der Großtagespflege bietet passgenaue Betreuungslösungen, die sich an den jeweiligen Arbeitszeiten und den individuellen Bedürfnissen von Eltern und Kindern orientieren. „Der Geschäftsführer der „Kleine Wunder“ Ömer Nohut hat nicht nur Kinderbetreuungsangebote für seine Mitarbeiter geschaffen, mit dem Anreiz der Festanstellung hat er gleich zwei qualifizierte Tagesmütter gewonnen“, lobte Freundlieb das Engagement Nohuts. Möglich wurde diese Form durch ein weiteres Projekt des Aktionsprogramms Kindertagespflege, welches vom Bundesministerium speziell für die Festanstellung in diesem Sommer eingerichtet wurde.
Darüber hinaus werden ab Oktober Träger, die Tageseltern fest anstellen, durch Mittel des Europäischen Sozialfonds unterstützt. In der Regel üben Tagesmütter und Tagesväter ihre Tätigkeit in Selbstständigkeit aus. Mit einer Festanstellung soll potenziellen Tageseltern ein Anreiz gegeben werden, sich für diese Tätigkeit zu entscheiden und zu qualifizieren. Mannheim überzeugt beim Ausbau der Kinderbetreuung wieder einmal mit Kreativität und innovativen Ideen.
Die von der Stadtverwaltung entwickelten Ideen zur Festanstellung wurden vom Bundesministerium für sehr gut bewertet. Beim Fachtag „Förderung von Festanstellungsmodellen für alle Interessierte in Baden-Württemberg“ wurde das Angebot der „Kleine Wunder“ gGmbH sogar als „best practice“ Beispiel bezeichnet. Ein Lob das die Bürgermeisterin mit Freude weitergab.







