Bauen & Wohnen15.08.2012

Akustische Lebensqualität wird erhöht

Ab sofort sorgen zwei Lärmschutzwände an der Trasse der Deutschen Bahn in Alteichwald für mehr Ruhe. Bürgermeister Lothar Quast und Sabine Weiler, Projektleiterin Lärmsanierung Süd-West DB ProjektBau GmbH, machten sich vor Ort ein Bild und gaben einen Ausblick über die bevorstehenden Lärmschutzarbeiten in Mannheim.

„Die hohe Zahl der von Lärm Betroffenen macht die Dimension der Aufgabe deutlich und gleichzeitig die Notwendigkeit, sich kontinuierlich auf allen Ebenen des Themas anzunehmen, um Fortschritte zu erzielen“, stellte Quast fest.

 

Bevor die Wände in Alteichwald aufgestellt werden konnten, gab es einen langen Diskussions- und Entscheidungsprozess. Da es im Bereich von Alteichwald noch mehrere Bebauungslücken gab, war das Vorhaben anfangs nicht genehmigt geworden. Auf Drängen der Stadt wurde 2009 ein neues Gutachten erstellt, welches diese Lärmschutzwände empfahl. Die Kosten von 1,5 Millionen Euro übernimmt der Bund.

 

Darüber hinaus werden in diesem Jahr weitere Lärmschutzwände kommen. Eine in Käfertal in der Boveristraße (Baubeginn November, Länge etwa 200 Meter) und in Neuhermsheim im Landsknechtweg (Baubeginn September/ Oktober, Länge etwa 750 Meter). Auch die passiven Lärmschutzmaßnahmen, wie Fenster und Lüftungseinrichtungen, werden bei diesen Streckenabschnitten, sowie in der Innenstadt, Neckarstadt-West, Waldhof und Hochstätt eingebaut.

 

In 2013 entstehen vor allem im Mannheimer Süden neue Lärmschutzwände. In Neckarau-Nord werden zwei Wände in der Rheintalbahnstraße und Geierstraße errichtet (Baubeginn im Juli/ August, Lände insgesamt etwa 550 Meter). In Neckarau-Süd in der Mundenheimer Straße (Baubeginn im Oktober/November, Länge etwa 300 Meter), in Rheinau-Nord Beim Johannkirchhof (Baubeginn im Herbst) und in Rheinau-Süd in der Karlsruher Straße/ Hallenbuckel Länge etwa 2.900 Meter. Auch hier werden die passiven Lärmschutzmaßnahmen eingebaut.

 

Bürgermeister Lothar Quast. „Trotz der angespannten Haushaltslage hat die Stadt 278.000 Euro für das Programm zur Verfügung gestellt. Die Mittel kommen unmittelbar den betroffenen Bürgern zugute.“

 

Seit dem 1. August können Bürger auch einen Förderantrag für Lärmschutzmaßnahmen in den eigenen vier Wänden einreichen. Über die speziell eingerichtete E-Mail Adresse 61 [dot] schallschutzfenster [at] mannheim [dot] de kann man sich informieren oder direkt beim Fachbereich Städtebau einen Antrag abgeben.

 

Die Förderung beträgt 50 Prozent der anrechenbaren Kosten, maximal 6.000 Euro pro Wohnung, für denkmalgeschützte Gebäude maximal 8.000 Euro pro Wohnung. Mit dem Geld werden folgende Maßnahmen gefördert: Der Einbau von Schallschutzfenstern und –türen in Aufenthaltsräumen von Wohnungen, der Einbau von schallgedämmten Lüftungsanlagen in Schlafräumen von Wohnungen, im Fensterbereich wie Rollladenkästen und Fenster-Paneele in Aufenthaltsräumen. Im Falle einer energetischen Sanierung des Gebäudes ist eine zusätzliche Förderung zum Beispiel durch das Programm zur energetischen Gebäudesanierung der Stadt Mannheim möglich.

Bürgermeister Lothar Quast begutachtet die Lärmschutzwände in Alteichwald


15.08.2012

Bürgermeister Lothar Quast begutachtet die Lärmschutzwände in Alteichwald

v.l.n.r.: Bernd Zinser, Ute Lehnertz, (beide Stadt Mannheim), Bürgermeister Lothar Quast, Sabine Weiler (Deutsche Bahn)



Lärmschutzwände in Alteichwald


15.08.2012

Lärmschutzwände in Alteichwald



Medien zu dieser Nachricht

Lärmschutzwände in Alteichwald
Bürgermeister Lothar Quast begutachtet die Lärmschutzwände in Alteichwald