21. TürkFilmFestivali glanzvoll eröffnet
Mit einer festlichen Gala ist das 21. TürkFilmFestivali im Mannheimer Cineplex-Kino eröffnet worden. Vom 12. bis 20. Oktober zeigen die Festivalmacher insgesamt 18 Filme, die sich mit dem türkischen Alltag zwischen Moderne und Tradition auseinandersetzen. Mit sechs Wettbewerbsfilmen sowie mit den weiteren Streifen, die beispielsweise in den Sektionen „Leidenschaft Film“ oder „Literatur & Film“ laufen, will das Festival einen Querschnitt des gegenwärtigen türkischen Autorenfilms präsentieren.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Tradition des Mannheimer Festivals, das in Deutschland das erste seiner Art war und eine bemerkenswerte Entwicklung genommen habe. Dies werde deutlich beim Blick auf das Publikum, das sowohl aus türkischen als auch aus deutschen Zuschauern bestehe. „Das Festival hat eine Rechtfertigung in einer Stadt, die sich als internationale Stadt versteht und die den Austausch der Kulturen begrüßt“, betonte der Rathauschef, der in diesem Jahr die Schirmherrschaft des Festivals übernommen hat. Insofern handle es sich beim TürkFilmFestivali um „eine kleine Innovation aus Mannheim“. Der OB attestierte dem türkischen Film eine hohe künstlerische Qualität, was ebenfalls gut zu Mannheim passe, wo auch alljährlich das renommierte Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg stattfindet.
„Wir haben mit Sorgfalt ein Programm zusammengestellt mit denen wir Ihnen das gegenwärtige türkische Autorenkino präsentieren möchten“, sagte Festivaldirektor Kanber Altintas. Alle Filme des Wettbewerbs reflektierten auf ästhetisch überzeugende Weise die gesellschaftspolitische Realität der Türkei, wie er sagte. Vor allem wolle man mit dem diesjährigen Festival die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die „türkischen Frauenwelten“ lenken. Viele Filme des Programms rückten Frauen in den Mittelpunkt, die sich entweder individuell oder gemeinsam gegen Widerstände der traditionellen türkischen Gesellschaft stellen.
Der türkische Generalkonsul Serhat Aksen betonte, die Stadt Mannheim gehöre für ihn zu den dynamischsten Ständen Deutschlands, wozu auch die türkischen Einwanderer einen wichtigen Beitrag leisteten: „Insofern spielt das TürkFilmFestivali auch eine wichtige Rolle bei der Annäherung der Kulturen."
Neben spannenden Debütfilmen wie dem Liebesdrama Ya Sonra? / Und dann? oder dem Episodenfilm 40 ist mit Kâğıt / Papier von Sinan Çetin auch das neue Werk eines der populärsten Filmemachers des türkischen Kinos vertreten. Ergänzt wird das Filmprogramm auch in diesem Jahr durch interessante Lesungen und Vorträge; außerdem wird es erstmals ein Symposium zur Filmwirtschaft geben. Einer der Höhepunkte wird die Preisverleihung im Cineplex, bei der am am Samstag, 20. Oktober, renommierte Filmschaffende ausgezeichnet werden.
Das TürkFilmFestivali, 1987 als besonderes Angebot des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg gegründet, entwickelt zunehmend eine Anziehungskraft unter den Cineasten der Region, so dass es sich seit 2010 als eigenständige Kulturveranstaltung präsentieren kann.
Eintrittskarten kosten regulär 7 Euro, ermäßigt 6 Euro. Ein Festivalpass kostet 25 Euro, ermäßigt 20 Euro. Weitere Informationen zum Festival finden Sie unter www.turkfilmfest-mannheim.de.
















