100 Jahre amtlicher Postflug
Vor 100 Jahren fand der erste amtliche Postflug statt – und von Mannheim nach Heidelberg. Anlässlich des Jubiläums ist jetzt am Tag der Briefmarke das Sonderpostwertzeichen „Erster amtlicher Postflug in Deutschland“ erschienen.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zeigte sich froh über die Briefmarke, die den Aspekt des Postflugs beleuchtet. „Das ist ein besonders schöner Bezug zu Mannheim, die ja die Stadt der Mobilität ist“, so der Oberbürgermeister, der damit unter anderem Bezug auf die Erfindung des Autos, des Fahrrads, die Traktorenwerke Lanz und Julius Hatry nahm. Start und Landung, so der Oberbürgermeister, hätten damals auf dem Gelände des heutigen Luisenparks stattgefunden, der Mannheimer Flughafen wurde auf seinem jetzigen Gelände 1926, also 14 Jahre später in Betrieb genommen.
Bürgermeister Michael Grötsch, Aufsichtsratsvorsitzender der Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, nutzte die Gelegenheit, auf die Bedeutung des Mannheimer City Airports zu verweisen. „Der Flugplatz ist der einzige in der Region mit Instrumentenanflug und Fluglotsenbetrieb“; so Grötsch. Damit sei er für die Unternehmen der Region von großer Bedeutung.
Dieter Hartig, Präsident des Bunds deutscher Philatelisten (BDPh), lieferte einige Details zum „ersten amtlichen Postflug“. Der so genannte „Überlandflug“ fand im Rahmen des „Mannheimer Flugtags“ statt, zeitgleich wurde in Heidelberg ebenfalls ein Flugtag veranstaltet; es gab auch Flüge von Heidelberg nach Mannheim.
„Insgesamt 20.000 der eigens herausgegebenen Postkarten sind damals in Mannheim mit dem amtlichen Postsonderstempel gestempelt worden, obwohl nur acht Kilogramm Karten, also etwa 2000 Karten, von Mannheim nach Heidelberg mit dem Doppeldecker geflogen sind“, so Hartig. Heute seien die Karten, die geflogen sind, von denen, die nicht mitflogen, nicht mehr voneinander zu unterscheiden.
„Die jährliche Ausgabe der Sonderpostwertzeichen würdigt die Arbeit der philatelistischen Organisationen“, erklärte zum Schluss Lutz Richter von der Deutschen Post AG. Insgesamt wurden fünf Millionen Exemplare des Sonderpostwertzeichens gedruckt.













