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Mittwoch, 17. März 2010 |
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TourismusMannheims Partnerstädte - von Bydgoszcz bis ZhenjiangMannheim ist eine internationale Weltstadt!Das haben Sie nicht gewusst? In der Tat hat die Kurpfälzer Metropole Kontakte in alle Welt. Von Kanada nach Moldawien, von China nach Israel, zu Wasser und in der Luft. Neun Partnerstädte hat Mannheim heute aufzuweisen, außerdem noch zwei Patenschaften und verschiedene Freundschaften. Ursprung des Partnerschaftsgedankens war der Wille zur Aussöhnung nach den schmerzlichen Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, doch auch eine Rückkehr und ein Bekenntnis zu Europa. Die Verständigung mit den Nachbarn galt als die beste Grundlage für eine friedliche Zukunft. Seit Jahrzehnten tragen Städtepartnerschaften zur Verständigung zwischen den Völkern bei und sind in heutiger Zeit noch genauso aktuell. Die Länder Europas wachsen immer mehr zusammen – durch die gemeinsame Politik in der Europäischen Union genauso wie durch die Einführung des Euro im Jahr 2002. Heute sind Städtepartnerschaften für die Bürger eine Möglichkeit, diese politische Entwicklung nachzuvollziehen. Sie können so leichter andere Länder, andere Kulturen kennen lernen und einander offen begegnen. Städtepartnerschaften erhalten allerdings erst dann ihre volle Berechtigung, wenn sich die Menschen von den offiziellen Anlässen lösen und sich auch unabhängig davon treffen. Erst dann wird eine solche Partnerschaft tatsächlich mit Leben erfüllt. Die Partnerschaftsidee hat in Mannheim im Jahr 2001 mit der Gründung eines Partnerschaftsausschusses neuen Schwung erhalten. In diesem Gremium setzen sich acht Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien mit dem Thema Städtepartnerschaften auseinander. Oberbürgermeister Dr. Kurz hat den Vorsitz des Ausschusses inne. Außerdem treffen sich Repräsentanten von Schulen, Kirchen und Vereinen sowie anderen Institutionen aus Wirtschaft, Sozialem, Bildung und Kultur in einem bürgerschaftlichen Förderverein regelmäßig. Mit Hilfe dieser beiden Gremien sollte, so der ehemalige Oberbürgermeister Widder „die Partnerschaftsarbeit erneuert und intensiviert werden“. Dieses Modell mit einem Ausschuss und einem Förderverein lehnt sich an das „International Relations Committee“ in Mannheims Partnerstadt Windsor an. Die kanadische Stadt in der Nähe von Detroit hatte im Jahr 2000 Vertreter ihrer neun Partnerstädte zu einem „Twin-City Millennium Visit“ eingeladen. Die Mannheimer Stadtverwaltung sah in der Arbeitsweise des Komitees ein ideales Vorbild auch für Mannheim. Mannheims PartnerstädteMannheim hat, mit den beiden deutschen, nun neun Partnerstädte. Am längsten ist es mit dem walisischen Swansea verschwistert, nämlich seit 1957. Die Beziehung hält sich schon über die vielen Jahre hinweg auf hohem Niveau. Die beiden Stadtverwaltungen nahmen engen Kontakt zueinander auf, als sie intensiv über eine Verwaltungsreform miteinander diskutierten und gegenseitig Erfahrungen zum jeweiligen Verwaltungsumbau austauschten. 1995 wurde Oberbürgermeister a.D. Gerhard Widder zum Ehrenbürger von Swansea ernannt. Auch Toulon an der Côte d’Azur gehört zu den Schwesterstädten der ersten Stunde. Allerdings hat das Verhältnis zu der südfranzösischen Stadt in den vergangenen Jahren „pausiert“, nachdem bei den Kommunalwahlen 1995 ein Repräsentant der rechtsradikalen „Front National“ zum Bürgermeister gewählt wurde. Vereine und Schulen hielten den Kontakt allerdings aufrecht. Mittlerweile sind die Beziehungen auch auf offizieller Ebene wieder zu neuem Leben erwacht. Denn bei den Wahlen im März 2001 trug das bürgerlich-konservative Lager den Sieg davon, dessen Kandidat Hubert Falco Bürgermeister wurde. Seither gab es schon mehrere offizielle Kontakte und intensive Bestrebungen, die alte Freundschaft neu aufleben zu lassen. Über zwanzig Jahre alt sind die Verbindungen zu Windsor in Kanada, einer bedeutenden Industriestadt in der Region Ontario, die eine offizielle Delegation Mannheims unter der Leitung von Bürgermeister Kurz anlässlich eines Partnerschaftstreffens in Windsor im Jahre 2000 besuchte. Auch innerhalb Deutschlands unterhält Mannheim geschwisterliche Beziehungen: Seit 1961 gibt es Verbindungen mit dem Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und seit 1988 mit Riesa in der ehemaligen DDR. Relativ jung sind die Kontakte in den Osten Europas, zu Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens (seit 1989), und zu Bydgoszcz in Polen (seit 1991). Nach den Öffnungen von Grenzen und Mauern bemühten sich die beiden Städte um partnerschaftliche Anbindung an den Westen. Chisinau erhielt die Unterstützung Mannheims in verwaltungstechnischen Fragen. Doch auch Kontakte zwischen Bürgern trugen entscheidend zum Ausbau der Beziehungen bei. Die seit 1915 bestehende Patenschaft zu der Arbeitsgemeinschaft der Memelländer (AdM) führte 2002 zu dem Wunsch des Gemeinderates, mit dem heutigen Klaipeda (früher: Memel) in Litauen eine Städtepartnerschaft zu begründen. Am 29.11.2002 wurde in Klaipeda die neue Partnerschaft vertraglich besiegelt. Seither werden sowohl im wirtschaftlichen, als auch im sportlichen und kulturellen Bereich Kontakte aufgebaut. Nach über zehn Jahren freundschaftlicher Kontakte zu der chinesischen Millionen-Stadt Zhenjiang am Yangtze wurde im März 2004 der Partnerschaftsvertrag in Mannheim unterzeichnet. Jüngstes Mitglied im Bunde ist die israelische Stadt Haifa, mit der seit Juli 2005 ein Freundschaftsvertrag und seit 2009 ein Partnerschaftsvertrag besteht. Neben diesen kommunalen Partnerschaften pflegt Mannheim auch Patenschaften zu einem Schnellboot der Marine, der „S 66 Greif“, der 2005 außer Dienst gestellt wurde, zu einem Flugzeug der Lufthansa „Airbus 320 – Mannheim“ und zu der Arbeitsgemeinschaft der Memelländer. Außerdem gibt es seit dem 10. März 1995 eine Kooperationserklärung zwischen der chinesischen Stadt Qingdao (Provinz Shandong) und Mannheim.
Mit Mannheim verbundene Städte in chronologischer Reihenfolge
Ihre Ansprechpartner für weitere InformationenPetra N. Holzer Tel.: 0621-293 9632 petra.holzer@mannheim.de Liane Kaun Tel.: 0621-293 9633 liane.kaun@mannheim.de |
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