Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Freitag, 12. März 2010 Inhalt
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 103 Straßenbahndepot Collinistraße 1

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Straßenbahndepot Collinistraße 1

103 Straßenbahndepot Collinistraße 1

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Mit der Einführung der Straßenbahn im Jahr 1900 wird auch das städtische Straßenbahnamt ins Leben gerufen, das 30 Jahre lang unter Leitung des agilen Ottokar Löwit (1864-1945) steht. Noch im gleichen Jahr (1900/01) wird ein repräsentativer Betriebshof unter Leitung von Gustav Uhlmann (1851-1916) vom städtischen Hochbauamt errichtet. Bereits elf Jahre später wird die Anlage um eine vierte Straßenbahnhalle und einen Verwaltungsbau erweitert, für die Richard Perrey (1866-1937) vom städtischen Hochbauamt verantwortlich zeichnet. Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und schließlich nur noch als Hauptwerkstätte genutzt, weicht der Bau 1971 dem Büro- und Wohnhauskomplex des Collini-Centers, der 1975 fertiggestellt wird. In unmittelbarer Nachbarschaft wird ab 1962 das Gewerkschaftshaus errichtet, das 1993 bis 1995 umgebaut wird.

Straßenbahndepot Collinistraße 1 - Bildkollage
In unmittelbarer Nähe zum Straßenbahndepot (am linken Bildrand), an der Ecke Friedrichsring/Collinistraße, lockt um 1900 das Panorama, ein Vorläufer der heutigen Kinos, mit seinen Illusionsschauen

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Betriebshof der städtischen Straßenbahn in der Collinistraße, um 1912. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GF0240)

  • Den Direktor der Straßenbahnamts Ottokar Löwit, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, schützt – trotz höchster Verdienste um die Stadt – 1940 nur die Ehe mit seiner Gattin Johanna, einer Schweizerin, vor der Deportation. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF0020585)

  • Ein Straßenbahnwagen bei der Ausfahrt aus dem Depot in der Collinistraße, 1915. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF036243)

  • In unmittelbarer Nähe zum Straßenbahndepot (am linken Bildrand), an der Ecke Friedrichsring/Collinistraße, lockt um 1900 das Panorama, ein Vorläufer der heutigen Kinos, mit seinen Illusionsschauen. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF016778)

Diese Tafel wurde gestiftet von: rnv