Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Freitag, 12. März 2010 Inhalt
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 033 Ökumenisches Bildungszentrum B 5, 19

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Tafel am Eckhaus B 5,19

Ökumenisches Bildungszentrum B 5, 19

  • Kategorie 2: Migration – Toleranz – Verfolgung

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Seit 1925 ist das Eckhaus B 5, 19 im Besitz der katholischen Kirche. Zunächst ist geplant, dort ein Schulhaus zu errichten, später wird an eine Nutzung als Obdachlosenheim für Frauen gedacht. Letztere Aufgabe übernimmt jedoch 1927 das im Nachbarhaus B 5, 20 befindliche Monikaheim, so dass 1928 schließlich eine von den Franziskanerinnen des Klosters Erlenbad geführte Unterkunft für berufstätige Frauen in B 5, 19 eröffnet wird. Zusätzlich sind dort ein Kindergarten, zwei Kinderhorte und eine Haushaltungsschule untergebracht. Das Gebäude wird 1943 bei einem Luftangriff zerstört und 1951 wieder als Wohnheim aufgebaut, das bis 1993 besteht. Den 1999 errichteten Neubau des Gebäudes B 5, 19 teilen sich das ökumenische Bildungszentrum „sanctclara“ und die Caritas. „Die Menschen stärken, die Sachen klären“, ist der Leitspruch des ersten ökumenischen Bildungszentrums in Deutschland, das im Februar 2000 eingeweiht wird. Die von den beiden großen christlichen Kirchen getragene Einrichtung für allgemeine Erwachsenenbildung und Religionspädagogik fördert den Austausch, die Begegnung und den offenen Dialog mit allen Konfessionen und Religionen. Sie ist fester Bestandteil der Kulturlandschaft Mannheims.

Plan von 1770
Foto des Gebäudes aus den 20er Jahren
Rosa Grünbaum (1881-1942)
Franziskanerinnen des Klosters Erlenbad

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Auf dem heutigen Grundstück B 5, 19 wird 1753 von Hofbaumeister Franz Wilhelm Rabaliatti (1716-1782) ein barockes Waschhaus für die Leib- und Tafelwäsche des kurfürstlichen Hofes erbaut, das auf diesem Plan von 1770 gut zu erkennen ist. (Landesarchiv Baden-Württemberg, Generallandesarchiv, Karlsruhe)

  • Von 1914 bis 1927 ist das barocke Gebäude Sitz der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG. Das Foto stammt aus den 1920er Jahren. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung, AB 01612)

  • Rosa Grünbaum (1881-1942) und ihre Schwester Viktoria (nicht im Bild) gründen ab 1899 nach den Prinzipien von Friedrich Fröbel geführten Kindergärten, die in F 1, 11 und R 7, 13 betrieben werden. Das dazugehörige Kindergärtnerinnenseminar ist während des 1. Weltkriegs in B 5, 19 untergebracht. Das Fröbel-Seminar wird 1920 von der Stadt übernommen und erhält 1926 einen Neubau auf dem Lindenhof. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung, KF011203)

  • Franziskanerinnen des Klosters Erlenbad in B 5, 19, 1970er Jahre. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung, AB 01612)