Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Mittwoch, 17. März 2010 Inhalt
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Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Paradeplatzbunker

Paradeplatzbunker

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Unter dem Eindruck der Zerstörungswirkung schwerer Luftangriffe zu Beginn des 2. Weltkriegs ordnet das NS-Regime im Herbst 1940 den Bau von Luftschutzbunkern in den gefährdeten deutschen Städten an. In Mannheim entstehen in rund zwei Jahren 52 Bunker, die rund 130 000 Menschen aufnehmen können. Während in den Außenbezirken Hochbunker mit bis zu 7 500 Plätzen errichtet werden, baut man in der Innenstadt – so auch hier unter dem Paradeplatz – Tiefbunker. Als Nachkriegsnutzung denkt man zunächst an Tiefgaragen. Tatsächlich dient der Tiefbunker unter dem Paradeplatz mit einer Aufnahmekapazität von 1 500 Personen in der Nachkriegszeit aber als Hotel. Die meisten anderen Bunker werden als Notwohnungen genutzt, einige auch als Internierungslager oder Studentenwohnheim, der Tiefbunker unter dem Alten Meßplatz als Einkaufspassage. Erst 1954 können die letzten Notwohnungen in den Bunkern geräumt werden.

Eingang zum Bunkerhotel Paradeplatz, Paradeplatzbunker im Bau März 1941,Eingang zum Paradeplatzbunker nach der Zerstörung von 1943

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Paradeplatzbunker im Bau, März 1941. Der Bunker wird bereits im Sommer 1941 provisorisch genutzt und im April 1942 offiziell übergeben. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF008088)

  • Eingang zum Paradeplatzbunker nach der Zerstörung von 1943. Links das zerstörte Kaufhaus Schmoller, rechts die Ruine der Hauptpost, im Hintergrund die Konkordienkirche. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF041197)

  • Eingang zum Paradeplatzbunker nach der Zerstörung von 1943. Links das zerstörte Kaufhaus Schmoller, rechts die Ruine der Hauptpost, im Hintergrund die Konkordienkirche. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF041197)

Diese Tafel wurde gestiftet von: GBG Mannheim