Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Sonntag, 14. März 2010 Inhalt
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 115 Kunsthalle

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Die Kunsthalle

Kunsthalle

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Der Bau des Karlsruher Professors Hermann Billing (1867-1946) gehört zu den beeindruckendsten Jugendstilschöpfungen in Deutschland. Zunächst nur für die Kunstausstellung anlässlich des Stadtjubiläums 1907 errichtet, wird das Gebäude Ende 1909 als Städtische Kunsthalle wiedereröffnet. Zur Finanzierung trägt maßgeblich eine Stiftung des jüdischen Kaufleute-Ehepaars Julius (1841-1893) und Henriette (1847-1901) Aberle bei. Unter den Direktoren Fritz Wichert (1878-1951) und seit 1923 Gustav Friedrich Hartlaub (1884-1963) setzt die Kunsthalle bis 1933 Maßstäbe bei der Vermittlung der zeitgenössischen Kunst. 1925 gibt sie mit der Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ sogar einer Kunstrichtung den Namen. 1983 wird der Erweiterungstrakt zum Friedrichsplatz hin in Betrieb genommen, 1999 kommen, finanziert von der H. W. & J. Hector Stiftung, weitere Räume in dem darunter liegenden ehemaligen Tiefbunker hinzu. Die Sammlung mit exemplarischen Stücken der klassischen Moderne sowie die Ausstellungen der Gegenwartskunst genießen internationalen Ruf.

Längsschnitt durch den Gesamtkomplex
Hauptfassade des Altbaus, um 1910
Dr. Walter Passarge mit Teilnehmern der Kindermalstunde
1933 veranstalten die Nationalsozialisten eine Ausstellung

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Kennzeichnend für den Anbau von 1983 ist eine nüchterne, funktionale Gestaltung. Längsschnitt durch den Gesamtkomplex. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

  • Hauptfassade des Altbaus, um 1910. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

  • Kunsthallen-Direktor Dr. Walter Passarge (1898-1958) stellt den Teilnehmern der Kindermalstunde einzelne Kunstwerke vor, um 1956. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF01347, Fotograf: Robert Häusser)

  • Bereits im April 1933 veranstalten die Nationalsozialisten eine Ausstellung „Kulturbolschewistische Bilder“. Bedeutende Werke der Moderne werden als „entartete Kunst“ diffamiert. (Kunsthalle Mannheim)

Diese Tafel wurde gestiftet von: H. W. & J. Hector Stiftung