Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Montag, 15. März 2010 Inhalt
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 036 Konkordienkirche R 2

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Tafel im Quadrat R 2

Konkordienkirche R 2

  • Kategorie 2: Migration – Toleranz – Verfolgung

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Die Konkordienkirche in R 2 gemahnt an das Zusammenleben verschiedener Konfessionen in der Stadt und kann zugleich als Sinnbild für die zahlreichen Stadtzerstörungen gelten. Ihr Name knüpft an eine von Kurfürst Karl Ludwig (1617-1680) in der Friedrichsburg errichtete und 1689 völlig zerstörte Kirche „S. Concordia“ an, die gemeinsam von allen christlichen Konfessionen genutzt werden sollte. Die Kirche in R 2 erhält ihren Namen 1821 anlässlich der evangelischen Kirchenunion. Bis dahin haben das Quadrat und die Kirche bereits ein bewegtes Schicksal hinter sich: Der dortige von der deutsch- und der wallonisch-reformierten Gemeinde gemeinsam unterhaltene Doppelbau, dessen Grundsteinlegung 1685 erfolgt war, wird sowohl 1689 als auch 1795 zerstört. Auch im 2. Weltkrieg teilt die Konkordienkirche das Schicksal der Zerstörung mit der Stadt. Nur der Turm bleibt unversehrt. Der Wiederaufbau des Gotteshauses ist 1952 abgeschlossen. Seit 2001 arbeitet die Citykirche Konkordien mit einem Konzept offener Stadtkirchenarbeit, dazu gehört das interreligiöse Gespräch, sowie interkulturelle Begegnungen, sozialpolitische und kulturelle Veranstaltungen.

Medaille der Konkordienkirche von 1679
Turm der Konkordienkirche
Entwurf von Johann Peter Wachter
Doppelkirche der reformierten Gemeinden im 18. Jahrhundert

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Medaille von 1679 mit Abbild der von Kurfürst Karl Ludwig errichteten Konkordienkirche in der Friedrichsburg. (Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim)

  • Der 96 Meter hohe Turm der Konkordienkirche, der bis heute die Stadtsilhouette bestimmt, wird erst 1893 in dieser Höhe ausgebaut. Er greift barocke Stilformen auf. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB00425-004)

  • Die Konkordienkirche gehört neben dem Rathaus und der Marktkirche sowie dem Kaufhaus in N 1 zu den drei Zwei-Flügel-Bauten mit Mittelturm, die das Bild der Mannheimer Innenstadt prägen. Hier der Entwurf von Johann Peter Wachter für den ersten Bau, 1685. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF030046)

  • Doppelkirche der reformierten Gemeinden in 18. Jahrhundert. Der Wiederaufbau nach der Stadtzerstörung von 1689 erfolgte in bescheidener Form als im 17. Jahrhundert. (Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim)