Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Freitag, 12. März 2010 Inhalt
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 100 Hochbunker Neckarvorlandstraße

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Hochbunker Neckarvorlandstrasse

Hochbunker Neckarvorlandstraße

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Im Rahmen des im Herbst 1940 von der Reichsregierung in Berlin angestoßenen Bunkerbauprogramms entstehen in Mannheim in rund zwei Jahren insgesamt 52 Luftschutzbunker. Im Unterschied zu der zentralen Vorgabe setzt das Mannheimer Hochbauamt auf Großbunker mit mehreren Tausend Plätzen. Bei den schweren Luftangriffen seit Sommer 1943 finden hier maximal 130 000 Menschen Schutz. Dies ist ein Hauptgrund dafür, dass trotz über 150 Luftangriffen während des 2. Weltkriegs die Zahl der Opfer mit rund 2 000 Personen relativ gering bleibt. Die meisten Toten fordert der nächtliche Angriff des 5./6. September 1943, bei dem 414 Menschen umkommen. Dies ist umso bemerkenswerter, als am Kriegsende lediglich knapp ein Fünftel der Gebäude in Mannheim keine nennenswerten Schäden aufweist. In besonders betroffenen Stadtteilen wie der Innenstadt oder dem Lindenhof beträgt der Zerstörungsgrad über 90%. Insgesamt 4,7 Millionen Tonnen Trümmerschutt bedecken Straßen und Grundstücke.

Der Hochbunker am Luisenring
Hausordnung eines Mannheimer Bunkers von 1949
Zur Trümmerbeseitigung verpflichtete Mannheimer

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Der Hochbunker am Luisenring bietet im Alarmfall 5 500 Personen Schutz, Foto von 1944. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF015088)

  • Viele der Bunker werden nach Kriegsende als Notunterkünfte benutzt. Die Bewohner haben ein strenges Reglement zu beachten, wie an dieser Hausordnung eines Mannheimer Bunkers von 1949 abzulesen ist. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF029533)

  • Zur Trümmerbeseitigung verpflichtete Mannheimer beladen die Trümmerbahn, um 1946. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF029560)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH