Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Sonntag, 14. März 2010 Inhalt
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 095 Friedensengel E 6

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Friedensengel E 6

Friedensengel E 6

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Der Friedensengel wird im städtischen Auftrag von dem Bildhauer Gerhard Marcks (1889-1981) als Mahnmal für die Toten der Jahre 1933 bis 1945 geschaffen. Der Oberbürgermeister Her-mann Heimerich (1885-1963) will damit für die Mannheimer Bevölkerung im Quadrat B 4 einen Ort öffentlicher Trauer und gemeinschaftlichen Gedenkens schaffen. Das Denkmal soll zur Ver-söhnung der in der Frage des Umgangs mit der Vergangenheit gespaltenen Nation beitragen. So knüpft auch die Einweihung am 16. November 1952 in Anwesenheit von Bundeskanzler Kon-rad Adenauer (1876-1967) an die Volkstrauertage der zwanziger Jahre an, die später von den Nationalsozialisten zu „Heldengedenktagen“ umfunktioniert wurden. Nach dem 2. Weltkrieg en-gagieren sich namhafte demokratische Kommunalpolitiker für eine Erneuerung der ursprüngli-chen Tradition. Die Plastik wird im Mai 1983 von ihrem prominenteren Standort in B 4 im Schat-ten der Jesuitenkirche nach E 6 versetzt.

Entwurfszeichnung zur Aufstellung in B 4
Bundeskanzler Konrad Adenauer bei der Einweihung
Demontage des Friedensengels in B 4, 1983
Der Friedensengel und die Jesuitenkirche

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Entwurfszeichnung zur Aufstellung in B 4. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

  • Bundeskanzler Konrad Adenauer bei der Einweihung des Friedensengels, 1952. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF008218)

  • Demontage des Friedensengels in B 4, 1983. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF027924)

  • Der Friedensengel und die Jesuitenkirche in einer künstlerischen Fotografie von Robert Häus-ser, um 1960. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GF1278, Fotograf: Robert Häusser)