Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Samstag, 13. März 2010 Inhalt
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 112 Diakonissenmutterhaus F 7, 26-29

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Tafel bei F 7,26-29

Diakonissenmutterhaus F 7, 26-29

  • Kategorie 5: Lebendige Stadt – Geschundene Stadt – Moderne Großstadt

Das erste Diakonissenhaus in Deutschland wird 1836 gegründet. Junge Frauen verpflichten sich zu einer verbindlichen evangelischen Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft und erlernen einen anerkannten Beruf. In Mannheim wird 1861 ein „Evangelischer Verein für Krankenpflege durch Diakonissen“ ins Leben gerufen. 1867 nimmt in F 7 zunächst ein von Karlsruher Diakonissen betreutes Kinder-Hospital seine Arbeit auf. Daraus entwickelt sich ein eigenständiges Mutterhaus. 1884 wird in dem neu gebauten Diakonissenhaus auch ein Krankenhaus für Erwachsene eröffnet. Daneben betreut das Mutterhaus Gemeindestationen in Stadt und Land und betreibt unter dem Namen „Marthahaus“ die „Herberge für stellenlose unbescholtene Mädchen“, zunächst in U 1, 14, später in F 7, 19. Auch ein Kindersolbad in Bad Rappenau und ein Erholungsheim in Bad Herrenalb stehen unter Mannheimer Leitung. Im 2. Weltkrieg werden die Gebäude in F 7 zerstört. 1961 kann ein Neubau an der Speyerer Straße bezogen werden. Nach der 1999 erfolgten Fusion mit dem Heinrich-Lanz-Krankenhaus setzt das Diakoniekrankenhaus die Tradition der Diakonissen fort. Das Mannheimer Mutterhaus ist seit 2004 Teil der Evangelischen Diakonissenanstalt Speyer-Mannheim.

Diakonissen im Operationssaal des Krankenhauses
Postkarte zur Erinnerung an Kirchenrat Theodor Greiner
Diakonissenmutterhaus mit Krankenhaus in F 7
Plakat zum Wiederaufbau des Diakonissenkrankenhauses

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Diakonissen im Operationssaal des Krankenhauses, 1920er Jahre. Bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg ist das Leben als Diakonisse für Frauen eine anerkannte und wegen der Vielfältigkeit der Einsatzfelder attraktive Alternative zu der vorgegebenen Rolle als Ehefrau und Mutter. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01622-023a)

  • Diese Postkarte erinnert an Kirchenrat Theodor Greiner (1824-1901), der als Gründungsvorsitzender des „Evangelischen Vereins für Krankenpflege durch Diakonissen“ den Weg zum eigenständigen Mannheimer Mutterhaus tatkräftig unterstützte. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01622-003a)

  • Großes Bild: Das Diakonissenmutterhaus mit Krankenhaus in F 7 vom Luisenring aus gesehen, 1920er Jahre. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01622-009a)

  • In Ladenburg und in der Lüttichkaserne am Ulmenweg, die mit Hilfe von Spenden als Diakonissenmutterhaus mit Krankenhaus ausgebaut wird, befinden sich Zwischenstationen in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Plakatsammlung PK02185)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Diakoniekrankenhaus Mannheim und Evangelische Diakonissenanstalt Speyer-Mannheim