Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Mittwoch, 17. März 2010 Inhalt
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 014 Kasernen und Zeughaus in C 5 und C 6

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

014 Kasernen und Zeughaus in C 5 und C 6

014 Kasernen und Zeughaus in C 5 und C 6 

  • Festung – Planstadt - Residenz

Die Quadrate C 5 und C 6 werden bis 1901 vom Militär geprägt. Das Ensemble mit Kasernen und Garnisonskirche rund um den heutigen Toulonplatz wird 1777/78 durch das Zeughaus, das Arsenal des kurpfälzischen Heeres, komplettiert. In dem von Peter Anton von Verschaffelt (1710 – 1793) errichteten Bau ist im bombenfesten Kreuzgewölbe des Kellers das Kriegsgeschütz gelagert, im Erdgeschoss und den drei oberen Stockwerken die Waffen und Uniformen. Im Mai 1848 dient das Zeughaus der Mannheimer Bürgerwehr zur Lagerung der Waffen, im Krieg von 1870/71 als Lazarett. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nutzen das 1. und 3. Bataillon des 2. Badischen Grenadier-Regiments (seit 1871 „Kaiser Wilhelm I. Nr. 100“) das Zeughaus und die benachbarte Rheintorkaserne als Unterkunft. Die Militärgebäude in C 6 werden nach dem Umzug der 100er in die 1899 bis 1901 in der Neckarstadt erbaute Kaiser-Wilhelm-Kaserne abgerissen und durch einen Neubau für die Kurfürst-Friedrich-Schule ersetzt.

Das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Zeughaus wird u.a. mit Mitteln der Carl-und-Anna-Reiß-Stiftung wieder aufgebaut und am 24. Januar 1957 als „Reiß-Museum“ feierlich eröffnet. Das Zeughaus wird 2003-2007 gänzlich umgestaltet und bildet heute einen Teil der Reiss-Engelhorn-Museen. Blick in die Dauerausstellung, um 1960
Die Bebauung der Quadrate B 5, C 5 und C 6 im Jahr 1770. Die Constablerkaserne und die Unterkunft der Schweizergarde müssen 1778 dem Neubau des Zeughauses weichen. Die 1739 geweihte katholische Garnisonskirche in C 5 wird 1782 niedergelegt. Ihr Grundriss ist seit 1979 durch die entsprechende Pflasterung des Toulonplatzes nachvollziehbar
Nicht realisierter Entwurf zum Bau der Kurfürst-Friedrich-Schule in C 6, 1903. Das heutige, seit 1983 von der Friedrich-List-Schule genutzte Gebäude entsteht zwischen 1904 und 1906 nach Plänen von Stadtbaudirektor Richard Perrey (1866-1937).
Blick auf die Grenadierkaserne in C 6, davor das Moltkedenkmal, um 1903

Abbildungen:

Von links nach rechts:

  • Das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Zeughaus wird u.a. mit Mitteln der Carl-und-Anna-Reiß-Stiftung wieder aufgebaut und am 24. Januar 1957 als „Reiß-Museum“ feierlich eröffnet. Das Zeughaus wird 2003-2007 gänzlich umgestaltet und bildet heute einen Teil der Reiss-Engelhorn-Museen. Blick in die Dauerausstellung, um 1960. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF001421, Fotograf: Robert Häusser)

  • Die Bebauung der Quadrate B 5, C 5 und C 6 im Jahr 1770. Die Constablerkaserne und die Unterkunft der Schweizergarde müssen 1778 dem Neubau des Zeughauses weichen. Die 1739 geweihte katholische Garnisonskirche in C 5 wird 1782 niedergelegt. Ihr Grundriss ist seit 1979 durch die entsprechende Pflasterung des Toulonplatzes nachvollziehbar. (Generallandesarchiv Karlsruhe)

  • Nicht realisierter Entwurf zum Bau der Kurfürst-Friedrich-Schule in C 6, 1903. Das heutige, seit 1983 von der Friedrich-List-Schule genutzte Gebäude entsteht zwischen 1904 und 1906 nach Plänen von Stadtbaudirektor Richard Perrey (1866-1937). (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GP00028-013a)

  • Blick auf die Grenadierkaserne in C 6, davor das Moltkedenkmal, um 1903 (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GP00027-010)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Heinrich-Vetter-Stiftung