Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Donnerstag, 11. März 2010 Inhalt
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 016 Strohmarkt und Planken

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Strohmarkt und Planken

Strohmarkt und Planken zwischen P 4/5 und O 4/5

  • Kategorie 1: Festung – Planstadt – Residenz

Die Planken entstehen auf dem im 17. Jahrhundert unbebauten Areal zwischen Festung Friedrichsburg und Bürgerstadt. Die Herkunft des Namens „Planken“ (Bretter) wird auf verschiedene Wurzeln zurückgeführt: den Plankenzaun auf den inneren Festungswällen des 17. Jahrhunderts bzw. die Begrenzungsplanken der Flanieranlage in späterer Zeit. Die Vereinigung von Festung und Stadt am Beginn des 18. Jahrhundert macht die auch „Alarmgass“ genannte Straße zur wichtigsten Querachse der Quadratestadt. Die Quadrate, die im 17. Jahrhundert gegenüber des Festungssterns liegen, sind schmaler als die übrigen. Dies führt dazu, das sich bei der Ausweitung des Quadratesystems im 18. Jahrhundert bei P 5 und P 6 die „engen“ Planken bilden. Am östlichen Ende vor P 5 wird von alters her der Markt für Stroh und Heu abgehalten. Auch ist der Strohmarkt bis zum 19. Jahrhundert regelmäßig in die Jahrmärkte einbezogen. Diese gehen auf ein Privileg zurück, das Pfalzgraf Johann II. von Zweibrücken, der Vormund des minderjährigen Kurfürsten Friedrich V. (1596-1632), 1613 verliehen hat. Aus diesen Wurzeln erwächst der heutige Maimarkt.

Östliche Planken mit umzäunter Flanieranlage, Strohmarkt und den „engen“ Planken bei den Baublöcken P 5 und P 6
Stadt Mannheim und Festung Friedrichsburg, um 1663. Die Planken liegen an der Grenze von Stadt und Festung
Mit dem „Plankendurchbruch“ der Jahre 1934-1939 wird eine einheitlich breite Straßenachse geschaffen, da die „engen“ Planken zunehmend ein Verkehrshindernis darstellten
Blick vom Strohmarkt in die Planken in Richtung Paradeplatz, um 1927. Von links die Quadrate O 4 und O 3

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Östliche Planken mit umzäunter Flanieranlage, Strohmarkt und den „engen“ Planken bei den Baublöcken P 5 und P 6. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF002181)

  • Stadt Mannheim und Festung Friedrichsburg, um 1663. Die Planken liegen an der Grenze von Stadt und Festung. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Kartensammlung 745)

  • Mit dem „Plankendurchbruch“ der Jahre 1934-1939 wird eine einheitlich breite Straßenachse geschaffen, da die „engen“ Planken zunehmend ein Verkehrshindernis darstellten. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GP0090-019)

  • Blick vom Strohmarkt in die Planken in Richtung Paradeplatz, um 1927. Von links die Quadrate O 4 und O 3 (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF012422)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Heinrich-Vetter-Stiftung