Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Freitag, 12. März 2010 Inhalt
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 069 Wechselnde Schlossbewohner im 18./19. Jahrhundert

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Tafel beim Mannheimer Schloss

Wechselnde Schlossbewohner im 18./19. Jahrhundert

  • Kategorie 1: Festung – Planstadt - Residenz

  • Kategorie 3: Bürgertum – Handel - Industrie

Durch die Verlegung der Residenz nach München verliert das Schloss 1778 mit dem pfälzischen Kurfürst Karl Theodor (1724-1799) seinen größten Förderer. Seit 1743 haben er und seine Gemahlin Elisabeth Augusta (1722-1794) dem Schloss höchsten höfischen Glanz verliehen. Mit der Auflösung der Kurpfalz unter Napoleon fällt Mannheim 1803 an Baden; das Schloss ist von 1806 bis 1811 Sitz des Erbgroßherzogpaares Karl von Baden und Stephanie de Beauharnais (1789-1860). Doch bleibt Karlsruhe die badische Residenz, wenngleich die populäre Stephanie als Witwe ab 1819 bis zu ihrem Tode 1860 im Mannheimer Schloss wohnt. Europäische Geschichte wird 1868 mit der Unterzeichnung der Mannheimer Rheinschifffahrtsakte im Schloss geschrieben: sie garantiert endgültig die freie Schifffahrt auf dem Rhein. Seit 1926 wird das Schloss auch für museale Zwecke genutzt wie zeitweise für die stadtgeschichtlichen Sammlungen.

Bibliothekskabinett der Kurfürstin Elisabeth Augusta
Stephanie de Beauharnais
Schlafzimmer der großherzoglichen Witwe
Das Mannheimer Schloss, um 1800

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Als einziger von über 500 Räumen blieb das Bibliothekskabinett der Kurfürstin Elisabeth Augusta von den Angriffen im 2. Weltkrieg verschont. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF023007)

  • Stephanie de Beauharnais, Adoptivtochter Napoleons, Gemahlin des Großherzogs Karl von Baden. Dessen Nachfolger überläßt der Witwe 1819 den gesamten rechten Flügel des Mannheimer Schlosses. (Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim)

  • Schlafzimmer der großherzoglichen Witwe im Eckraum des Pavillons, Aquarell 1842. (Museo Mario Praz, Rom)

  • Das Mannheimer Schloss, um 1800. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung, AB01729-55)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Hays