Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Freitag, 12. März 2010 Inhalt
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 060 Wasserturm

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Der Mannheimer Wasserturm

Wasserturm

  • Kategorie 3: Bürgertum – Handel – Industrie

Der 1889 fertiggestellte Turm gilt als Wahrzeichen der Stadt und steht seit 1987 unter Denkmalschutz. Der Entwurf stammt von dem jungen Gustav Halmhuber, der 1885 den eigens ausgeschriebenen Wettbewerb gewinnt. Hinter den Mauern des repräsentativen Gebäudes verbirgt sich in rund 30 m Höhe ein Druckausgleichsbehälter von 2 000 m³ als Herzstück der zentralen Wasserversorgung für die Stadt. Deren Planung und Bauleitung liegt seit 1882 bei dem aus Österreich stammenden Ingenieur Oskar Smreker (1854-1935). Der neobarocke Monumentalbau bringt in den äußeren Formen den Stolz des erfolgreichen Bürgertums der Zeit um 1900 zum Ausdruck. Pläne, den im 2. Weltkrieg stark beschädigten Turm völlig neu zu gestalten, rufen heftige Proteste hervor. Dabei zeigt sich, wie sehr sich die Mannheimer mit ihrem Wasserturm identifizieren. So gibt der Gemeinderat 1962 die Rekonstruktion in Auftrag. 1974 wird die Wasserversorgung zu einer Aufgabe der neugegründeten MVV.

Der aus Stuttgart stammende Architekt und Maler Gustav Halmhuber
Der ursprüngliche Wettbewerbsentwurf wird beim Bau in einigen Punkten geändert
Der Wasserturm im Bau, 1888

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Der aus Stuttgart stammende Architekt und Maler Gustav Halmhuber (1862-1936) wirkt seit 1886 in Berlin am Bau des Reichstags mit und plant 1896 die dortige Siegesallee. Sein architektonisches Hauptwerk ist der Ausbau des Rathauses in Hannover 1909-1913. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

  • Der ursprüngliche Wettbewerbsentwurf wird beim Bau in einigen Punkten geändert. Die Bildornamentik und der Figurenschmuck wie die bekrönende Göttin Amphitrite, Gattin des Meeresgottes Poseidon, gemahnen ans das Wasser als Leben spendendes Element und Grundlage von Schifffahrt und Handel. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

  • Der Wasserturm im Bau, 1888. Mit rund 400 000 Mark wird er doppelt so teuer als ursprünglich veranschlagt. Zu der Kostensteigerung tragen die Natursteinverkleidung des Ziegelmauerwerks und der bildhauerische Schmuck bei. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

Diese Tafel wurde gestiftet von: MVV Energie AG