Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Freitag, 12. März 2010 Inhalt
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 050 Villa Vögele L 5, 6

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Villa Vögele L 5, 6

Villa Vögele L 5, 6

  • Kategorie 3: Bürgertum – Handel – Industrie

Auf dem Gelände der ehemaligen Schlossremise entsteht 1893/94 nach Plänen der renommierten Mannheimer Architekten Josef Köchler (1848-1928) und Georg Anton Karch (1856-1937) die Villa Vögele. Der Bauherr Heinrich Vögele ist Sohn des Firmengründers der heute noch bestehenden Firma Joseph Vögele AG und Nachfahre einer alteingesessenen Mannheimer Familie mit Beziehungen zu Persönlichkeiten der Bank-, Handels- und Industriewelt wie Arthur Blaustein (1878-1942) oder August Röchling (1856-1937). Das Gebäude auf dem Quadrat L 5 ist Teil des ersten geschlossenen Villengebiets der Stadt, das um 1890 im Gebiet der ehemaligen Baumschulgärten zwischen Bahnhof und Schloss entsteht. Die repräsentative Villa als äußeres Zeichen des Vermögens und der gesellschaftlichen Stellung ihres Inhabers ist in klassizistischem Stil mit italienischen Renaissance-Einflüssen erbaut. Den 2. Weltkrieg übersteht sie größtenteils unbeschadet. Heute wird sie von der Universität Mannheim genutzt.

Kommerzienrat Heinrich Vögele (1852-1928), Das Quadrat L 5 und seine Umgebung im Jahr 1899, Die Schlossremise vor dem Abbruch
Zeichnung des Firmengeländes der Firma Joseph Vögele am Neckarauer Übergang, 1915

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Kommerzienrat Heinrich Vögele (1852-1928). (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung AB01612)

  • Das Quadrat L 5 und seine Umgebung im Jahr 1899. Auf dem Plan ist die Entstehungszeit der Häuser dargestellt: Schwarz bedeutet eine Bauzeit vor 1800, blaugrün zwischen 1800 und 1850, grün zwischen 1851 und 1870, braun zwischen 1871 und 1880, rosa zwischen 1881 und 1890 sowie gelb nach 1890. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Kartensammlung 66)

  • Die Schlossremise vor dem Abbruch. Im nördlichen Teil befindet sich ein Stall mit 21 Ständen. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF010836)

  • Zeichnung des Firmengeländes der Firma Joseph Vögele am Neckarauer Übergang, 1915. Das 1836 gegründete Maschinenbau-Unternehmen war ursprünglich auf die Herstellung von Weichen, Drehscheiben, Schiebebühnen und Rangieranlagen für die Eisenbahn spezialisiert. Heute werden ausschließlich Spezialmaschinen für den Straßenbau herstellt. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF023233)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Joseph Vögele AG