Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Mittwoch, 10. März 2010 Inhalt
Startseite
:

 072 Veteranendenkmal D 5

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Veteranendenkmal D 5

Veteranendenkmal D 5

  • Kategorie 3: Bürgertum – Handel – Industrie

Auf Initiative des Veteranenvereins wird im Revolutionsjahr 1848 ein Denkmal für die Gefallenen der Kriege von 1792 bis 1815 errichtet. Von den rund 1 700 Mann starken Mannheimer Infanterieregiment, das 1812 mit Napoleons Großer Armee nach Russland ausrückt, kehren lediglich 100 Soldaten zurück. Nach der Einnahme Mannheims durch die Gegner des französischen Kaisers (Österreich, Preußen und Russland) überquert am Jahreswechsel 1813/1814 ein russisches Korps bei Sandhofen erstmals den Rhein und trägt den Krieg auf das damals zu Frankreich gehörende linksrheinische Gebiet. Mannheim wird in den folgenden Jahren zum Heerlager durchziehender Armeen, was für die Bevölkerung Einquartierungen und Nahrungsmittelknappheit zur Folge hat. Zum Gedenken an diese Ereignisse übergibt der Veteranenverein 1863 anlässlich des 50. Jubiläums der Völkerschlacht von Leipzig sein Denkmal in die Obhut der Stadt.

Das Veteranendenkmal 1962 auf dem abgeräumten Quadrat D 5, Der frühere Zeughausplatz, Parade russischer Truppen vor dem russischen und österreichischen Kaiser

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Das Veteranendenkmal auf dem abgeräumten Quadrat D 5, 1962. Im Hintergrund ist das Rathaus E 5 zu sehen. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF011230)

  • Der frühere Zeughausplatz (heute: Toulonplatz) mit Moltkedenkmal (links) und Veteranendenkmal auf der gegenüberliegenden Straßenseite (rechts), 1906. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GF0221)

  • Parade russischer Truppen vor dem russischen und österreichischen Kaiser auf dem Platz vor dem Nationaltheater B 3, 1815. (Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Heinrich-Vetter-Stiftung