Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Mittwoch, 17. März 2010 Inhalt
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 005 Nationaltheater B 3

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Nationaltheater B 3

Nationaltheater B 3

  • Kategorie 1: Festung – Planstadt – Residenz

In den Jahren 1775-1776 wird der ehemalige kurfürstliche Frucht- und Kornspeicher in ein Theater umgebaut, das als eine „nationale Schaubühne“ geplant ist. Sie soll anstelle des französischen Schauspiels und der italienischen Oper, die traditionell die Spielpläne dominieren, Aufführungen deutscher Werke bieten. Das 1778 eröffnete Haus wird zu einem Abschiedsgeschenk des Kurfürsten Karl Theodor (1727-1799) an seine bisherige Residenz, die er zugunsten von München aufgibt. Die Intendanz übernimmt 1779 Wolfgang Heribert von Dalberg. Bedeutende Schauspieler wie August Willhelm Iffland gehören dem Ensemble an. Auch nach dem Übergang Mannheims an Baden 1802 kann die nun „Hof- und Nationaltheater“ genannte Bühne ihr hohes künstlerisches Niveau halten und bleibt Anziehungspunkt für die geistige Elite Europas, die deshalb Mannheim besucht oder sich sogar hier niederlässt. Seit 1839 führt die Stadt das Theater in alleiniger Verantwortung. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wird das Nationaltheater nicht an seinem traditionellen, sondern an einem neuen Standort (Goetheplatz) errichtet.

Der Schauspieler Albert Bassermann (1867-1952)
Gedenkblatt zum 100-jährigen Bestehen des Nationaltheaters
Dirigent Wilhelm Furtwängler (1886-1954)
Nationaltheater, um 1840

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Der Schauspieler Albert Bassermann (1867-1952), ein gebürtiger Mannheimer, ist 1894/95 am Nationaltheater engagiert, bevor er sich in Berlin einen großen Namen macht. 1911 erhält er den legendären Iffland-Ring. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF000404)

  • Auf dem Gedenkblatt zum 100-jährigen Bestehen des Nationaltheaters ist neben Wolfgang Heribert von Dalberg (1750-1806) und August Willhelm Iffland (1759-1814) auch Friedrich Schiller (1759-1805) abgebildet, dessen Schauspiel „Die Räuber“ 1782 hier seine Uraufführung erlebt. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung GF00597)

  • Im Rahmen der Festlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Dalbergbühne im Jahre 1929 wird sowohl Albert Bassermann und dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler (1886-1954), von 1915-1920 hier als Hofkapellmeister tätig, die Ehrenbürgerwürde der Stadt Mannheim verliehen. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF034369)

  • Nationaltheater, um 1840. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF001740)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Heinrich-Vetter-Stiftung