Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Montag, 15. März 2010 Inhalt
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Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Tafel in B1,1

Handwerkskammer B 1,1

  • Kategorie 3: Bürgertum – Handel – Industrie

Die Handwerkskammer kann auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken: Am 30. Januar 1901 schließen sich die Innungen, Fachvereine, Handwerker- und Gewerbevereine zur Handwerkskammer Mannheim zusammen. Damit erhofft sich das Handwerk eine wirksame Vertretung seiner Interessen gegenüber dem Staat und den Behörden, eine Verbesserung der Ausbildungsverhältnisse und die Beratung und Unterstützung der Betriebe. Zunächst residiert die Handwerkskammer im Gebäude des Gewerbevereins und Handwerkerverbands e.V in M 5, 5. 1926 erwirbt sie das Gebäude in B 1, 7b, das 1943 zerstört wird. Die großflächigen Kriegszerstörungen treffen auch viele Handwerksbetriebe. Deshalb beginnt die Kammer – nach Zwischenstationen in der U 2-Schule und in der Renzstraße – erst 1958 mit der Errichtung eines eigenen neuen Gebäudes. Heute vertritt die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald die Interessen von mehr als 12 000 Handwerksbetrieben mit über 85 000 Beschäftigten und 5 300 Ausbildungsplätzen in 83 Berufen. Mit der Bildungsakademie, vormals Bildungs- und Technologiezentrum (BZT), ist sie auch Träger einer der größten handwerklichen Aus- und Weiterbildungsstätten in Baden-Württemberg.

Das repräsentative Gebäude in B 1, 7b vor 1945
Rückseite der Medaille zum 25. Jubiläum der Handwerkskammer von 1926
Der Neubau der Handwerkskammer in B 1,1

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Das repräsentative Gebäude in B 1, 7b, 1904 für die Handelskammer erbaut, wird 1926 von der Handwerkskammer erworben. Es bleibt ihr Sitz bis 1933, als die Handwerkskammer im Zuge der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ zerschlagen wird. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF016535)

  • Die Rückseite der Medaille zum 25. Jubiläum der Handwerkskammer von 1926 zeigt einen Schmied am Amboss, im Hintergrund ein Wappenschild mit dem Mannheimer Stadtzeichen der Wolfsangel. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Sammlung Münzen, Medaillen, Orden und Siegel Nr. 158)  

  • Der Neubau der Handwerkskammer in B 1,1 im klaren, sachlichen Stil der 1950er Jahre, der geradezu als Prototyp der „Neuen Stadt" gelten kann, 1958. Das Gebäude wird 1997 saniert und die Fassade neu verkleidet. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF011970, Fotograf: Robert Häusser)

Diese Tafel wurde gestiftet von: Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald