Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Samstag, 13. März 2010 Inhalt
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 049 Engelhorn´sches Palais A 1, 2-3

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Engelhorn´sches Palais A 1, 2-3

Engelhorn´sches Palais A 1, 2-3

  • Kategorie 3: Bürgertum – Handel – Industrie

Friedrich Engelhorn (1821-1902) ist eine der schillerndsten Mannheimer Persönlichkeiten: Ein Grundstücksspekulant, der den Stadtteil Lindenhof durch Parzellierung zu einem Wohngebiet auszubauen versteht, ein Sohn aus gutbürgerlichem Haus, der die Schule, das Lyceum, früh abbricht. 1848 errichtet er eine Fabrik zur Herstellung von portativem Gas, erkennt die Marktchancen der bei der Gaserzeugung anfallenden großen Mengen von Steinkohlenteer. Für dessen Gewinnung gründet er zusammen mit zwei Hauptgesellschaftern 1861 die „Chemische Fabrik Dyckerhoff, Clemm & Comp.“, eine der ältesten deutschen Teerfarbenfabriken, die Keimzelle der heutigen BASF. Sein 1873 bis 1875 gebautes und 1881 erweitertes, vierstöckiges Stadtpalais ist standesgemäß. Das Vordergebäude enthält die Wohn- und Repräsentations¬räume des Hausherrn, die Rückgebäude sind für die Dienerschaft vorgesehen.

Das vierstöckige Gebäude rechts im Bild ist das Engelhorn’sche Palais
Die Zinkhütte auf dem Pestbuckel im Jungbusch
Das im Innern im maurischen Stil gehaltene Palais
Friedrich Engelhorn

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Das vierstöckige Gebäude rechts im Bild ist das Engelhorn’sche Palais. Als dieses Foto 1905 aufgenommen wird, ist die Villa, die sich die Familie Engelhorn in der Oststadt bauen lässt, fast bezugsfertig. Von 1913 bis 1954 wird das Gebäude in A 1, 2-3 von der städtischen Sparkasse genutzt. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF014947) Die „Höhere Mädchenschule“ kurz nach ihrer Fertigstellung, 1906. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung, GF01019)

  • Die Zinkhütte auf dem Pestbuckel im Jungbusch, die Keimzelle der späteren BASF, um 1900. (BASF-Archiv, Ludwigshafen)

  • Das im Innern im maurischen Stil gehaltene Palais prunkt mit einer Haupttreppenanlage, deren Läufe und Podeste wie auch die Säulen aus echtem Marmor bestehen. (Stadtarchiv Mannheim – ISG, Bildsammlung KF020055)

  • Friedrich Engelhorn, Porträt des Mannheimer Malers Otto Propheter (1875-1927), 1900. (Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim)

Diese Tafel wurde gestiftet von: BASF Aktiengesellschaft