Stadt Mannheim: Leben im Quadrat Mittwoch, 17. März 2010 Inhalt
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 052 Rheinische Creditbank B 4, 2

Stadtpunkte - Mannheimer Geschichte vor Ort

Rheinische Creditbank B 4, 2

Rheinische Creditbank B 4, 2

  • Kategorie 3: Bürgertum - Handel - Industrie

Im Jahre 1871 lässt die Rheinische Creditbank das 1730 erbaute Barockpalais in B 4 abreißen und ein modernes Bankgebäude errichten. Es wird zwischen 1902 und 1911 mehrfach vergrößert. Die 1870 als Aktiengesellschaft gegründete Rheinische Creditbank weitet ihre Geschäfte bald über ganz Baden, die Pfalz und Elsass-Lothringen aus. Durch zahlreiche Bankgründungen und Fusionen knüpft das Institut nationale und internationale Verbindungen. Neben der Finanzierung von Industriegründungen und Emissionen von Staats- und kommunalen Anleihen gewinnt die Bank auch eine große Zahl von Privatkunden. Sie ist eng mit der 1792 von Hirsch Levi Hohenemser gegründeten Privatbank verbunden, die sich vor allem im Eisenbahnbau engagiert und 1919 mit der Rheinischen Creditbank fusioniert. In Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise beteiligt sich die Rheinische Creditbank 1929 an dem Zusammenschluss mehrerer Großbanken zur Deutschen Bank AG.

Das 1730 für die Familie von Dalberg gebaute Palais
Hirsch Levi Hohenemser (1771-1838)
Der kleine Sitzungssaal in der Rheinischen Creditbank, vor 1917
Die Rheinische Creditbank, um 1890

Abbildungen

Von links nach rechts:

  • Das 1730 für die Familie von Dalberg gebaute Palais gelangt 1790 in den Besitz des Pfalzgrafen Maximilian Joseph von Zweibrücken (1756-1825), des späteren Königs von Bayern. (Stadtarchiv Mannheim –ISG, Bildsammlung KF008355)

  • Hirsch Levi Hohenemser (1771-1838), der Gründer des Bankhauses Hohenemser. (Stadtarchiv Mannheim –ISG, Bildsammlung KF041273)

  • Der kleine Sitzungssaal in der Rheinischen Creditbank, vor 1917. (Stadtarchiv Mannheim –ISG, Bildsammlung KF037200)

  • Die Rheinische Creditbank, um 1890. Das 1871 errichtete Gebäude in B 4, 2 wird im 2. Weltkrieg zerstört; erhalten bleibt der rückwärtige Tresor- und Bürobau in B 4, 9-10a. (Stadtarchiv Mannheim –ISG, Bildsammlung AB01667-049)

Die Tafel wurde gestiftet von: Heinrich-Vetter-Stiftung